08.05.2018 |
von DI Marianne Priplata-Hackl
Agrarstrukturerhebung 2016
38.054 land- und forstwirtschaftliche Betriebe wurden in NÖ bei der Agrarstrukturerhebung 2016 gezählt. Das geht aus den bundesländerbezogenen Ergebnissen zur letzten Stichprobenerhebung über die Struktur der Land- und Forstwirtschaft hervor, die vor kurzem veröffentlicht wurde. 92 Prozent dieser Betriebe werden als Einzelunternehmen geführt, das heißt, die Bewirtschaftung erfolgt durch Familienbetriebe. Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe halten sich in NÖ die Waage.
Mehr Betriebe als Personengemeinschaften geführt
Die Familienbetrieben bewirtschaften drei Viertel der NÖ Kulturfläche. Sukzessive angestiegen ist in den letzten Jahren die Zahl der Betriebe, die als Personengemeinschaften betrieben werden. Ihr Anteil beträgt mittlerweile fast vier Prozent. Die restlichen Betriebe entfallen auf juristische Personen, zum Beispiel Agrargemeinschaften, Kirchenbesitz und GesmbHs. Im Schnitt bewirtschaftete ein NÖ Betrieb 2016 43,1 Hektar land- und forstwirtschaftliche Fläche und damit um 3,4 Hektar mehr als 2010.
5.037 Biobetriebe bewirtschafteten 2016 in NÖ 160.407 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche nach biologischer Wirtschaftsweise. Das waren 13 Prozent aller Betriebe und 18,2 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen. Ein Viertel der Betriebe befand sich zu diesem Zeitpunkt noch in der Umstellungsphase. 3.037 Biobetriebe hielten auch Tiere. Gegenüber 2010 ist die Zahl der Biobetriebe um neun Prozent, jene der Bioflächen um 17 Prozent gestiegen.
5.037 Biobetriebe bewirtschafteten 2016 in NÖ 160.407 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche nach biologischer Wirtschaftsweise. Das waren 13 Prozent aller Betriebe und 18,2 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen. Ein Viertel der Betriebe befand sich zu diesem Zeitpunkt noch in der Umstellungsphase. 3.037 Biobetriebe hielten auch Tiere. Gegenüber 2010 ist die Zahl der Biobetriebe um neun Prozent, jene der Bioflächen um 17 Prozent gestiegen.
Rinder- und Schweinebestand gesunken
Bei Rindern und Schweinen hat sich seit 2010 der Bestand verringert und noch stärker die Zahl der Betriebe. Die Strukturen der Viehhaltung sind entsprechend gewachsen. Durchschnittlich wurden 2016 in NÖ 146 Schweine je Betrieb gehalten gegenüber 109 im Jahr 2010. Die NÖ Betriebe mit Rindern hielten mit durchschnittlich 41 Rindern um sieben mehr als 2010. Die Zahl der Milchkühe je Betrieb nahm im gleichen Zeitraum von 13,9 auf 20,1 Tiere zu.
Stabile Schaf- und Ziegenbestände
Relativ stabil haben sich die Bestände bei Schafen und Ziegen entwickelt bei ebenfalls rückläufiger Betriebszahl. Die Zahl der Schafe je Betriebe erhöhte sich in sechs Jahren um zwölf Tiere auf 49.
Um über 20 Prozent gewachsen ist seit 2010 der Hühnerbestand in NÖ, entsprechend wurden 2010 348 Hühner und 2016 462 Hühner je Betrieb gehalten.
Um über 20 Prozent gewachsen ist seit 2010 der Hühnerbestand in NÖ, entsprechend wurden 2010 348 Hühner und 2016 462 Hühner je Betrieb gehalten.
Direktvermarktung
Rund 17 Prozent der NÖ Betriebe verkaufen Produkte direkt an Verbraucher. Für rund 1.700 Betriebe, das sind vier Prozent aller Betriebe, liegt der Anteil des Direktverkaufs bei mehr als 50 Prozent des Gesamtverkaufs. Überdurchschnittliche Bedeutung hat der Direktverkauf bei Gartenbau- und Dauerkulturbetrieben.
Die NÖ Land- und Forstwirtschaft in Zahlen 2018
Aktuelle Daten zu Agrarstruktur, landwirtschaftlichen Arbeitskräften, Bodennutzung, Viehbeständen, pflanzlicher und tierischer sowie forstlicher Produktion, Erzeugerpreisen und Einkommensdaten sowie dem Gesamtwert der land- und forstwirtschaftlichen Produktion in NÖ finden Sie in der Broschüre „Die niederösterreichische Land- und Forstwirtschaft in Zahlen 2018“. Neben aktuellen Daten bietet der übersichtliche Folder auch Vergleichswerte zu früheren Jahren. Die kostenlose Broschüre liegt ab Ende Mai bei Ihrer BBK auf und kann unter Tel. 05 0259 25120 in der LK NÖ bestellt werden.