Bestände halten Angebot hoch
Auf eine sehr schwache EU-Weizenernte 2024 folgte 2025 ein Rekordergebnis. Insbesondere sehr gute Witterungsbedingungen ließen die Weichweizen-Gesamtmenge auf 136,1 Mio. Tonnen steigen (+11% zum 5-Jahresmittel). Für 2026 rechnet die EU-Kommission mit einem geringfügig reduzierten Anbau. Die Durchschnittserträge werden im EU-Schnitt um 5% unter dem Vorjahr gesehen, übertreffen aber - trotz der in vielen Regionen knappen Niederschläge - das Fünfjahresmittel. Insgesamt liegen die Prognosen Mitte Mai bei einer leicht überdurchschnittlichen EU-Weichweizenernte von rund 127 Mio. Tonnen. Für Österreich gehen die Ernteerwartungen aktuell von 1,54 Mio. Tonnen aus, was knapp vier Prozent unter dem Vorjahr, aber leicht über dem Mehrjahresschnitt läge. Zusammen mit anderen Ländern in Zentraleuropa gehört Österreich aber zu jenen Ländern, wo Niederschlagsdefizit und die Entwicklung der Bestände beobachtet werden müssen.
Trotz einer kleineren Ernte wird das Gesamtweizenangebot in der EU auch in der kommenden Saison hoch bleiben. Im Umfeld einer globalen Rekordernte konnte EU-Weizen 2025/26 nicht so umfangreich in Drittländer exportiert werden wie in früheren Jahren. Der Exportwettbewerb im Mittelmeerraum ist seit 2024 scharf und EU-Ware ist bei Lieferungen nach Nordafrika den Angeboten aus der Schwarzmeer-Region preislich oft unterlegen. In Ägypten erreichte russischer Weizen 2025/26 einen Marktanteil von 70%. So endet diese Vermarktungssaison mit hohen EU-Endlagerbeständen.
Auch global vergrößerten sich die Lagerbestände um 20% und das für die Preisentwicklung entscheidende Verhältnis von Lagerbeständen zu Verbrauch wird 2026/27 trotz geringerer Ernteerwartung in einem sehr komfortablen Bereich bleiben. Die fundamentalen Faktoren in der globalen und EU-Bilanz deuten aktuell für 2026/27 auf seitwärts gerichtete bis moderat festere Preise hin. Die Wetterrisiken sind aber bis zur Ernte noch hoch und politische oder logistische Störungen bleiben unabsehbar. Zusammen mit der etwas engeren Bilanz halten diese Faktoren die Weizenpreise sehr volatil.
Trotz einer kleineren Ernte wird das Gesamtweizenangebot in der EU auch in der kommenden Saison hoch bleiben. Im Umfeld einer globalen Rekordernte konnte EU-Weizen 2025/26 nicht so umfangreich in Drittländer exportiert werden wie in früheren Jahren. Der Exportwettbewerb im Mittelmeerraum ist seit 2024 scharf und EU-Ware ist bei Lieferungen nach Nordafrika den Angeboten aus der Schwarzmeer-Region preislich oft unterlegen. In Ägypten erreichte russischer Weizen 2025/26 einen Marktanteil von 70%. So endet diese Vermarktungssaison mit hohen EU-Endlagerbeständen.
Auch global vergrößerten sich die Lagerbestände um 20% und das für die Preisentwicklung entscheidende Verhältnis von Lagerbeständen zu Verbrauch wird 2026/27 trotz geringerer Ernteerwartung in einem sehr komfortablen Bereich bleiben. Die fundamentalen Faktoren in der globalen und EU-Bilanz deuten aktuell für 2026/27 auf seitwärts gerichtete bis moderat festere Preise hin. Die Wetterrisiken sind aber bis zur Ernte noch hoch und politische oder logistische Störungen bleiben unabsehbar. Zusammen mit der etwas engeren Bilanz halten diese Faktoren die Weizenpreise sehr volatil.