Bio-Milchmarkt: Hohe Anlieferung trifft auf eine stabile Nachfrage
Bereits ab dem Sommer 2025 gab es einen starken Anstieg bei den Anlieferungen. Sowohl im konventionellen als auch im Bio-Segment zeigt sich zu Jahresbeginn 2026 eine deutlich erhöhte Dynamik bei den Anlieferungsmengen. Aus Berichten von den Molkereien liegt die Steigerung bei der Rohmilchanlieferung Anfang März deutlich, teilweise über 7 %, über dem Vorjahresniveau.
Magermilch und Rohmilch wird zu sehr niedrigen Preisen gehandelt. Diese niedrigen Spotmarktpreise verdeutlichen den hohen Druck am Markt. Umso wichtiger ist für Molkereien die Verwertung der Milch in den eigenen Verarbeitungsstrukturen - wobei die stark gestiegenen Anlieferungsmengen zunehmend an Kapazitätsgrenzen führen. Ein wichtiger Frühindikator für die Marktentwicklung ist der sogenannte Kieler Rohstoffwert Milch. Dieser gibt an, welche Erlöse theoretisch aus der Verarbeitung von Standardmilch erzielt werden können. Im Februar zeigte sich hier eine leichte Stabilisierung beim Butterpreis, während die Preise für Magermilchpulver deutlich anzogen und den höchsten Stand seit August 2025 erreichten. Dennoch bleibt der rechnerische Rohmilchwert mit rund 33,9 Cent je Kilogramm auf niedrigem Niveau.
Magermilch und Rohmilch wird zu sehr niedrigen Preisen gehandelt. Diese niedrigen Spotmarktpreise verdeutlichen den hohen Druck am Markt. Umso wichtiger ist für Molkereien die Verwertung der Milch in den eigenen Verarbeitungsstrukturen - wobei die stark gestiegenen Anlieferungsmengen zunehmend an Kapazitätsgrenzen führen. Ein wichtiger Frühindikator für die Marktentwicklung ist der sogenannte Kieler Rohstoffwert Milch. Dieser gibt an, welche Erlöse theoretisch aus der Verarbeitung von Standardmilch erzielt werden können. Im Februar zeigte sich hier eine leichte Stabilisierung beim Butterpreis, während die Preise für Magermilchpulver deutlich anzogen und den höchsten Stand seit August 2025 erreichten. Dennoch bleibt der rechnerische Rohmilchwert mit rund 33,9 Cent je Kilogramm auf niedrigem Niveau.
Bio-Milchmarkt Österreich: Rekordmenge bei der Anlieferung 2025
In Österreich erreichte die Bio-Milchanlieferung im Jahr 2025 mit 634.198 Tonnen einen neuen Höchststand, was einem Anstieg von 4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Sowohl Bio-Biomilch (+3,8 %) als auch Bio-Heumilch (+4,3 %) verzeichneten Zuwächse.
Besonders ab dem Sommer nahm die Dynamik deutlich zu, mit einem Höhepunkt im Dezember, als die Anlieferung um 8,5 % über dem Vorjahresmonat lag. Verantwortlich dafür waren vor allem eine gute Futtersituation sowie gestiegene Milchpreise, die die Produktion zusätzlich stimulierten.
Besonders ab dem Sommer nahm die Dynamik deutlich zu, mit einem Höhepunkt im Dezember, als die Anlieferung um 8,5 % über dem Vorjahresmonat lag. Verantwortlich dafür waren vor allem eine gute Futtersituation sowie gestiegene Milchpreise, die die Produktion zusätzlich stimulierten.
Auch im Jänner 2026 setzte sich dieser Trend fort: Mit einem Plus von 6,5 % lag die Anlieferung weiterhin deutlich über dem Vorjahr, wenngleich sich das Wachstum leicht abschwächte.
Absatzseitig zeigte sich im Gesamtjahr 2025 in Österreich zunächst eine positive Entwicklung bei Bio-Milchprodukten. Im Herbst 2025 kam es im Vergleich zum Vorjahr zu einem Rückgang. In Summe war das Jahr 2025 von einem stabilen Absatz von Bio-Milchprodukten in Österreich geprägt.
Ein klarer Trend bleibt die steigende Nachfrage nach proteinreichen Produkten. Davon profitieren insbesondere Naturjoghurt, Skyr, Topfen, Cottage Cheese und Kefir.
In den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 zeichnet sich nun ein leichter Absatzrückgang in Österreich ab.Gleichzeitig wirkte das deutlich gestiegene Rohstoffangebot - auch im Bio-Segment - zunehmend preisdämpfend. Seit November 2025 sind die Auszahlungspreise für Bio-Milch rückläufig.
In Österreich gibt es ein Zuschlagssystem bei den Erzeugerpreisen der Bio-Milch. Je nach Molkerei wird dieser nach der Verwertung der Bio-Milch monatlich oder quartalsweise angepasst. Die Bio-Zuschläge sind entweder schon gestiegen oder steigen ab dem neuen Quartal ab April. Die Bio-Zuschläge sind aktuell auf dem höchsten Stand seit Jahren und betragen bis zu 15 Cent netto. Ein zu hoher Preisabstand wird von Seiten der Molkereien kritisch gesehen, da die Erfahrung zeigt, dass zu große Preisunterschiede den Absatz bei Bio-Milchprodukten bremsen.
Absatzseitig zeigte sich im Gesamtjahr 2025 in Österreich zunächst eine positive Entwicklung bei Bio-Milchprodukten. Im Herbst 2025 kam es im Vergleich zum Vorjahr zu einem Rückgang. In Summe war das Jahr 2025 von einem stabilen Absatz von Bio-Milchprodukten in Österreich geprägt.
Ein klarer Trend bleibt die steigende Nachfrage nach proteinreichen Produkten. Davon profitieren insbesondere Naturjoghurt, Skyr, Topfen, Cottage Cheese und Kefir.
In den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 zeichnet sich nun ein leichter Absatzrückgang in Österreich ab.Gleichzeitig wirkte das deutlich gestiegene Rohstoffangebot - auch im Bio-Segment - zunehmend preisdämpfend. Seit November 2025 sind die Auszahlungspreise für Bio-Milch rückläufig.
In Österreich gibt es ein Zuschlagssystem bei den Erzeugerpreisen der Bio-Milch. Je nach Molkerei wird dieser nach der Verwertung der Bio-Milch monatlich oder quartalsweise angepasst. Die Bio-Zuschläge sind entweder schon gestiegen oder steigen ab dem neuen Quartal ab April. Die Bio-Zuschläge sind aktuell auf dem höchsten Stand seit Jahren und betragen bis zu 15 Cent netto. Ein zu hoher Preisabstand wird von Seiten der Molkereien kritisch gesehen, da die Erfahrung zeigt, dass zu große Preisunterschiede den Absatz bei Bio-Milchprodukten bremsen.
Wichtigster Exportmarkt Deutschland im Wandel
Deutschland ist das mit Abstand wichtigste Exportland für Bio-Milchprodukte. Bis 2022 war Dänemark der wichtigste Lieferant von Bio-Milchprodukten. Mittlerweile ist es Österreich. 2022 betrug der Exportanteil von der Produktion in Österreich rund ein Sechstel der angelieferten Menge. 2025 bereits über ein Viertel. Neu ist, dass ab 2024 in Deutschland im Bereich Bio-Frischmilch und Bio-H-Milch vermehrt die Niederlande und Belgien in Erscheinung getreten sind.
Die Bio-Milchanlieferung stieg auch in Deutschland ab Oktober 2025 deutlich an und lag im Dezember um 8,6 % sowie im Jänner 2026 um 6,5 % über dem Vorjahresniveau. Der erwartete Effekt mit einer geringeren Anlieferung wegen der "Weideverordnung" in Deutschland war nur bedingt im ersten Halbjahr 2025 zu spüren.
Die Nachfrage nach Bio-Milchprodukten entwickelte sich dabei über weite Strecken positiv: Bio-Milchgetränke, Joghurt, Quark und Käse konnten im Jahresvergleich (2025 vs. 2024) zulegen. Lediglich bei Bio-Butter kam es zu Rückgängen.
Die Bio-Milchanlieferung stieg auch in Deutschland ab Oktober 2025 deutlich an und lag im Dezember um 8,6 % sowie im Jänner 2026 um 6,5 % über dem Vorjahresniveau. Der erwartete Effekt mit einer geringeren Anlieferung wegen der "Weideverordnung" in Deutschland war nur bedingt im ersten Halbjahr 2025 zu spüren.
Die Nachfrage nach Bio-Milchprodukten entwickelte sich dabei über weite Strecken positiv: Bio-Milchgetränke, Joghurt, Quark und Käse konnten im Jahresvergleich (2025 vs. 2024) zulegen. Lediglich bei Bio-Butter kam es zu Rückgängen.
Ausblick 2026: Balance vor allem im Angebot finden
Für das Jahr 2026 wird entscheidend sein, die steigenden Anlieferungsmengen wieder stärker mit der Marktnachfrage in Einklang zu bringen. Derzeit zeigt sich ein widersprüchliches Bild: Während die Absatzentwicklung stabil ist, üben die hohen Mengen erheblichen Druck auf die Preise aus. Zugleich ist der Preisabstand zwischen Bio- und konventioneller Milch so groß wie seit langem nicht mehr.
Wie sich die Nachfrage angesichts der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und einer möglichen weiteren gestiegenen Inflation entwickeln wird, bleibt derzeit schwer abschätzbar.
Wie sich die Nachfrage angesichts der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und einer möglichen weiteren gestiegenen Inflation entwickeln wird, bleibt derzeit schwer abschätzbar.