Blühendes Niederösterreich 2026: 74 Gemeinden setzen ein blühendes Zeichen
Blühende Ortszentren, gepflegte Grünflächen und vielfältig bepflanzte Beete prägen das Erscheinungsbild vieler niederösterreichischer Gemeinden. Mit „Blühendes Niederösterreich“ wird dieses Engagement seit mittlerweile 58 Jahren vor den Vorhang geholt. Dabei verändert sich auch die Gestaltung: Gefragt sind zunehmend robuste, standortgerechte Blütenpflanzen, die mit Hitze und Trockenheit besser zurechtkommen und zugleich Bienen und anderen Insekten Nahrung bieten.
Für LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf steht dabei vor allem die Leistung der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher im Mittelpunkt: „Wir haben eine wunderschöne Heimat. Doch es sind vor allem die Menschen, die tagtäglich aus Liebe zum Land anpacken und sie lebens- und liebenswert machen. Genau das spiegelt sich auch in den Bewertungskriterien wider, entscheidend sind nicht nur Pflanzen und Blumen im Ortsbild oder der Blumenschmuck an Häusern und in Gärten, sondern auch das Engagement der Bevölkerung vor Ort. Denn dieses gemeinsame Anpacken ist gelebtes Miteinander und macht das Leben in Niederösterreich schöner und besser.“
Landwirtschaftskammer NÖ-Vizepräsident Lorenz Mayr betonte die Bedeutung der Auszeichnung: „Gerade ein trockenes Jahr wie 2026 zeigt, dass bei der Gestaltung unserer Grünräume zunehmend Wissen und die richtige Pflanzenwahl gefragt sind. Blühende Flächen müssen nicht im Widerspruch zu einem sorgsamen Umgang mit Wasser stehen. Mit standortgerechten Pflanzen können Gemeinden attraktive Ortsbilder schaffen und gleichzeitig wertvolle Nahrungsangebote für Bienen und andere Insekten bereitstellen. ‚Blühendes Niederösterreich‘ macht sichtbar, wie viel Wissen und Engagement dafür in unseren Gemeinden vorhanden ist.“
Die NÖ Gärtner als verlässliche Partner
Pflanzen machen Gemeinden lebenswerter und attraktiver, betont Wirtschaftskammer Niederösterreich-Vizepräsident Christian Moser: „Blühende Ortsbilder sind ein Wohlfühlfaktor für die Bevölkerung, aber zugleich auch für die örtlichen Unternehmen – weil attraktive Ortsbilder auch für Kundinnen und Kunden noch zusätzlich anziehend wirken. Zugleich bilden Niederösterreichs Gärtner und Floristen mit über 1.700 Unternehmen und rund 4.300 Beschäftigten auch ganz direkt einen wesentlichen Wirtschafts-, Arbeits- und Ausbildungsfaktor. Rund 120 Lehrlinge erhalten hier eine hochqualifizierte Ausbildung und stellen damit sicher, dass die Natur auch künftig von unseren Fachbetrieben perfekt in Szene gesetzt werden kann.“ Für die niederösterreichischen Gärtner bietet der Wettbewerb eine ideale Plattform, um ihr Know-how einzubringen und die Gemeinden bei der Gestaltung attraktiver, lebenswerter Orte zu unterstützen. Das große Engagement der Jury unterstreicht dies deutlich: Jedes Jahr investieren die ehrenamtlichen Jurorinnen und Juroren rund 74 Tage in die Initiative.
Trockenheit – eine Herausforderung für Gemeinden
Das Jahr 2026 geht sicherlich als eines der trockensten Jahre in die Geschichte von „Blühendes NÖ“ ein. Sommerblumenbeete werden bei Wassermangel und kleinen Budgets zunehmend eine Herausforderung, aber die Gärtner kennen trockenheitsverträgliche Pflanzen. Johannes Käfer, Landesobmann der NÖ Gärtner erklärte: „Blühende Orte sind für Menschen auch in trockenen Zeiten wichtig, es gilt einfach die richtige Pflanzenauswahl zu treffen.“
Preisträger 2026 nach Kategorien
Gruppe Kleinstgemeinden:
Ehrenpreis Öffentliche Grünflächen: Grimmenstein
Ehrenpreis Friedhof: Wösendorf
Ehrenpreis Natur im Garten:
Kategorie 1 (bis 5.000 Einwohner)
- Guntrams
- Sallingstadt
- Tiefenfucha
- Pfösing
- St. Oswald
- Prigglitz
- Siebenhirten
- Ramsau
- Ertl
- Weitra
- Kirchberg am Wechsel
- Lassee
- Klosterneuburg
- Baden
- Wieselburg
- Trautmannsdorf an der Leitha
- Mautern
- Schwechat
Ehrenpreis Öffentliche Grünflächen: Grimmenstein
Ehrenpreis Friedhof: Wösendorf
Ehrenpreis Natur im Garten:
Kategorie 1 (bis 5.000 Einwohner)
- Mank
- Großrußbach
- Waidhofen an der Ybbs
- Wiener Neustadt