Gewalt erkennen, Haltung zeigen: Die Bäuerinnen NÖ setzen Zeichen für Zivilcourage im ländlichen Raum
Sensibles Thema bewusst im Mittelpunkt
Gewalt gegen Frauen passiert nicht nur anonym in Städten oder hinter verschlossenen Türen – sie betrifft Menschen mitten in unserer Gesellschaft, auch im ländlichen Raum. Gerade dort sind funktionierende soziale Netzwerke, Aufmerksamkeit und verantwortungsvolles Hinschauen besonders wichtig. Mit dem Webinar „Gewalt hat viele Gesichter – Zivilcourage noch mehr!“ greifen die Bäuerinnen Niederösterreich ein sensibles, aber wichtiges Thema auf und setzen damit bewusst ein Zeichen für mehr Aufmerksamkeit, Menschlichkeit und Zusammenhalt.
Die Ziele im Überblick
Ziel ist es, Wissen zu vermitteln, Unsicherheiten abzubauen und Frauen darin zu stärken, Warnsignale wahrzunehmen und im eigenen Rahmen unterstützend handeln zu können. In einem Webinar, das sich an Funktionärinnen und interessierte Frauen aus dem ländlichen Raum richtete, informierten Fachreferentinnen über unterschiedliche Formen von Gewalt, das Hilfssystem in Niederösterreich sowie über Möglichkeiten der Zivilcourage und der verantwortungsvollen Unterstützung Betroffener.
Sensibilisierung und Wissen schaffen Sicherheit
Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister unterstreicht die Bedeutung solcher Bildungsangebote: „Gewaltprävention und Zivilcourage gehen uns alle an. Es braucht Menschen, die nicht wegsehen, sondern aufmerksam bleiben und wissen, wo Betroffene Unterstützung finden können. Gerade im ländlichen Raum leisten Organisationen wie die Bäuerinnen Niederösterreich einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung und Stärkung von Frauen.“
Bäuerinnen als wichtige Vertrauenspersonen im ländlichen Raum
Gerade im Internationalen Jahr der Bäuerin 2026 gewinnt dieses Thema zusätzlich an Bedeutung. Weltweit wird damit sichtbar gemacht, welche zentrale Rolle Frauen in der Landwirtschaft und in ländlichen Regionen übernehmen – für Familien, Betriebe, Gemeinschaften und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gleichzeitig macht das UN-Jahr aber auch darauf aufmerksam, dass Frauen vielfach enormen Belastungen ausgesetzt sind und Unterstützung, Sichtbarkeit und faire Rahmenbedingungen brauchen. „Bäuerinnen sind in den Regionen meist gut vernetzt, sie hören zu, erkennen Veränderungen und stehen Menschen nahe. Genau deshalb ist es wichtig, dass wir hinschauen, Wissen vermitteln und Frauen stärken, damit sie im Anlassfall achtsam und verantwortungsvoll reagieren können“, betonte Landesbäuerin Irene Neumann-Hartberger und sagt weiter: „Gewaltprävention beginnt nicht erst dann, wenn etwas passiert ist. Sie beginnt bei Aufmerksamkeit, bei Haltung und bei der Bereitschaft, Verantwortung füreinander zu übernehmen.“
Im Webinar wurde auch die eigene Rolle klar thematisiert: Niemand muss professionelle Hilfe ersetzen. Vielmehr gehe es darum, Situationen richtig einzuschätzen, Grenzen zu kennen und Betroffene an geeignete Stellen weitervermitteln zu können. Damit leisten die Teilnehmerinnen einen wichtigen Beitrag zu einem respektvollen und gewaltfreieren Miteinander im ländlichen Raum.
Die Bäuerinnenorganisation in NÖ
Die Bäuerinnenorganisation Niederösterreich versteht sich seit mittlerweile 50 Jahren als starke Gemeinschaft und Bildungsplattform für Frauen im ländlichen Raum. Mit mehr als 1.800 Veranstaltungen jährlich werden Themen aufgegriffen, die Bäuerinnen und Frauen bewegen: von Persönlichkeitsbildung über gesellschaftspolitische Fragen bis hin zu Gesundheit, Lebensqualität und sozialem Zusammenhalt.
„Die Bäuerinnen Niederösterreich“ ist der Dachverein der 350 Bäuerinnen-Vereine. Rund 43.000 Bäuerinnen und Frauen aus dem ländlichen Raum engagieren sich für den inneragrarischen Interessensausgleich, den Dialog innerhalb der Gesellschaft und die Stärkung der Frauen, um ihre Potentiale für die gemeinsame Entwicklung der Land- und Forstwirtschaft und des ländlichen Raumes nutzen zu können. All das setzt eine gut funktionierende Gemeinschaft voraus, die von den Bäuerinnen bewusst gepflegt wird. Mit rund 1.800 Veranstaltungen und 40.000 Teilnehmer:innen im Jahr zählen die Bäuerinnen-Vereine zu den aktivsten in Niederösterreich.
„Die Bäuerinnen Niederösterreich“ ist der Dachverein der 350 Bäuerinnen-Vereine. Rund 43.000 Bäuerinnen und Frauen aus dem ländlichen Raum engagieren sich für den inneragrarischen Interessensausgleich, den Dialog innerhalb der Gesellschaft und die Stärkung der Frauen, um ihre Potentiale für die gemeinsame Entwicklung der Land- und Forstwirtschaft und des ländlichen Raumes nutzen zu können. All das setzt eine gut funktionierende Gemeinschaft voraus, die von den Bäuerinnen bewusst gepflegt wird. Mit rund 1.800 Veranstaltungen und 40.000 Teilnehmer:innen im Jahr zählen die Bäuerinnen-Vereine zu den aktivsten in Niederösterreich.