Der Waldwirtschaftsplan: Was er ist und was er kann
Kernstück "Maßnahmenplanung"
Das Kernstück des Waldwirtschaftsplans (WWP) ist die Maßnahmenplanung. Für jeden Bestand wird für die kommenden zehn Jahre waldbaulich geplant. Die Planungen orientieren sich am Betriebsziel und dienen der zeitgemäßen Bewirtschaftung. Ein Kernelement ist das Festlegen des forstlichen Hiebsatzes. Das ist jene Holzmenge, die man nachhaltig nutzen kann und soll.
Indem man das Holz gezielt nutzt, kann man das volle Zuwachspotenzial ausschöpfen und die aktuelle Marktlage berücksichtigen. Gepaart mit einem gesteuerten Mitteleinsatz für waldbauliche Maßnahmen hilft der Waldwirtschaftsplan die Wertschöpfung zu erhöhen.
Zustandserhebung: Basis für Planung
Der erste Teil des Waldwirtschaftsplans beschreibt den Ist-Zustand der Waldflächen. Mittels einer Analyse von Luftbildern sowie Begehungen vor Ort wird der Wald in die kleinsten Bewirtschaftungseinheiten, also einheitliche „Bestände“, eingeteilt. Für jeden Bestand werden Faktoren wie Boden, Exposition, Biodiversität oder der darauf stockende Bestand genau beschrieben. Mittels Stichprobenverfahren werden ertragskundliche Parameter wie Bonität, Vorrat & Zuwachs berechnet.
Forstkarten für guten & schnellen Überblick
Die Forstkarte ist die grafische Komponente des Waldwirtschaftsplans. Die klassische Forstkarte ist eine Altersklassenkarte in der jeder Bestand mit einer Kennziffer versehen und in einer dem Alter entsprechenden Farbe eingefärbt ist. Zusätzlich werden zum Beispiel auch Forststraßen, Rückwege und Bäche in der Karte eingezeichnet. Aus Maßnahmenkarten kann man diese sowie die hinterlegten Dringlichkeiten mittels Schraffur und Einfärbung ablesen. Hinterlegt sind die Forstkarten mit aktuellen Luftbildern, digitalen Geländemodellen, Neigungskarten oder Katasterdaten.
Welchen Nutzen durch Waldwirtschaftsplan?
Beim Erstellen des Waldwirtschaftsplans kann man sich intensiver mit den Potenzialen des eigenen Waldes und den Betriebszielen auseinandersetzen. Aufgrund der vielen Informationen, die der Waldwirtschaftsplan bietet, lernt man den eigenen Wald besser kennen und deckt verborgene Potenziale auf.
Neben den Nutzungen muss man den Fokus auch auf die Pflegemaßnahmen richten. Führt man sie rechtzeitig und fachgerecht durch, erhöhen sie die Vitalität und Resilienz und verringern das Risiko von Schäden.
In vielen einfach verständlichen grafischen Auswertungen werden Informationen beispielsweise über den Wasserhaushalt, die Bringungsart, die Baumartenverteilung oder die Verjüngungssituation aufgezeigt. Mittels der waldbaulichen Planung kann man die zu erwartenden Kosten den Erlösen gegenüberstellen. Dadurch lässt sich der Betriebserfolg abschätzen und gezielt steuern.
Neben den Nutzungen muss man den Fokus auch auf die Pflegemaßnahmen richten. Führt man sie rechtzeitig und fachgerecht durch, erhöhen sie die Vitalität und Resilienz und verringern das Risiko von Schäden.
In vielen einfach verständlichen grafischen Auswertungen werden Informationen beispielsweise über den Wasserhaushalt, die Bringungsart, die Baumartenverteilung oder die Verjüngungssituation aufgezeigt. Mittels der waldbaulichen Planung kann man die zu erwartenden Kosten den Erlösen gegenüberstellen. Dadurch lässt sich der Betriebserfolg abschätzen und gezielt steuern.
Wie komme ich zum Waldwirtschaftsplan?
Neben einigen technischen Büros bietet auch die LK NÖ die Erstellung von Waldwirtschaftsplänen an.
Kontaktieren Sie Ihren Forstberater vor Ort oder die Forstabteilung der LK NÖ, wir beraten Sie gerne. Die Erstellung wird mit 40 Prozent der Nettokosten gefördert.