Schmuckenschlager: Wer in unsere Regale will, muss sich an unsere Regeln halten
Angesichts des zunehmenden Drucks auf die heimische Landwirtschaft fordert Landwirtschaftskammer NÖ Präsident Johannes Schmuckenschlager einen konsequenten Importstopp für Lebensmittel, die unter Produktionsbedingungen hergestellt wurden, die in Europa längst verboten sind. Frankreich hat im Jänner 2026 mittels Erlass einen Importstopp für Obst und Gemüse eingeführt, welches mit in der EU verbotenen Wirkstoffen behandelt wurde. Die Franzosen haben mit diesem Vorstoß bewiesen, dass nationale Maßnahmen zum Schutz der Konsumenten sowie der Landwirtschaft das Gebot der Stunde und europarechtlich möglich sind. Österreich muss nun rasch dem Beispiel Frankreichs folgen.
Nationaler Importstopp europarechtlich zulässig
„Unsere heimischen Bäuerinnen und Bauern produzieren unter den höchsten Umwelt-, Tierwohl- und Qualitätsstandards weltweit. Die Konsumenten verlassen sich auf geprüfte Qualität. Es kann jedoch nicht sein, dass gleichzeitig Lebensmittel importiert werden, die unter Bedingungen erzeugt wurden, die unseren Betrieben aus gutem Grund untersagt sind. Wer in unsere Regale will, muss sich auch an unsere Regeln halten“, verlangt Schmuckenschlager.
Strengere Regeln zum Schutz der Bevölkerung und fairen Wettbewerb
Ungleiche Regeln für Importware und vor Ort erzeugten Lebensmitteln sind ein Betrug am Konsumenten, der sich hohe Standards erwartet und stattdessen ausländische Ramschware in den Regalen findet. „Das führt zu massiven Wettbewerbsverzerrungen zulasten unserer bäuerlichen Familienbetriebe. Während die europäische Landwirtschaft immer strengere Auflagen erfüllen muss, werden Billigimporte aus Drittstaaten oft nach deutlich niedrigeren Standards erzeugt. Das ist weder fair noch nachhaltig. Ein freier Markt muss auch immer ein fairer Markt sein“, bringt es Schmuckenschlager auf den Punkt.