Trockenheit – leider keine Entspannung in Sicht
Besonders betroffen sind das Innviertel, der Zentralraum und Teile des Mühlviertels. Die Trockenheit ist dabei nicht nur eine Folge des Sommers: Bereits der Winter und das Frühjahr waren deutlich niederschlagsärmer als üblich. Österreichweit gilt die aktuelle Zwölfmonatsperiode laut GeoSphere Austria als die trockenste seit Beginn der Messungen im Jahr 1850.
Extremmonat Juli
Besonders deutlich zeigt sich die Trockenheit an den Messstationen im oberösterreichischen Zentralraum: So wurden zum Beispiel am Wachtberg bei Steyr im Juli 91 % weniger Niederschlag als im Mittel gemessen, in Wels waren es 87 % weniger. Gleichzeitig war der Juli deutlich zu warm. Auch im Bezirk Perg wurden an der Messstelle Mauthausen nur 36 l/m2 Niederschlag registriert – lediglich 35 % des langjährigen Juli-Mittels. Die Durchschnittstemperatur lag dort gleichzeitig um 1,9 °C über dem Mittel 1991–2020.
Grundwassersituation – Lage ist angespannt
Nach der niederschlagsarmen Witterung der letzten Monate liegen die Grundwasserpegelstände nach wie vor markant unter den vieljährigen Mittelwerten – vielerorts zeigen sich sogar Rekordtiefstwerte. Die zuletzt etwas niederschlagreichere Witterung hat die Pegel bestenfalls auf sehr tiefem Niveau stabilisiert, eine Trendumkehr zeigt sich noch nicht.
Rückblick/Ausblick
Im Juli und August dominierten deutlich überdurchschnittliche Temperaturen mit mehreren markanten Hitzewellen und deutlich weniger Niederschlag als üblich. Die hohen Verdunstungsraten ließen den Index der klimatischen Wasserbilanz in den trockenen bis sehr trockenen Bereich absinken. Die zweite Augusthälfte brachte durch kühlere und zumindest regional feuchtere Phasen eine leichte Entspannung, aber keine markante Trendwende.
Österreich liegt im Bereich einer westlichen Höhenströmung, die aber bald wieder unter Hochdruckeinfluss gelangt und daher keine flächigen ausgiebigen Niederschläge mit sich bringt. Die Temperaturen liegen großteils und zum Teil deutlich über dem vieljährigen Mittel. Der Index der klimatischen Wasserbilanz soll sich bis zur Monatsmitte meist im trockenen Bereich bewegen.
Längerfristige Prognosen zeigen keine markanten Abweichungen von den durchschnittlichen Verhältnissen, es soll etwas wärmer als üblich bleiben. In der vierten Septemberwoche dürfte sich der Hochdruckeinfluss verstärken, es soll voraussichtlich trockener und wärmer als üblich werden.
Österreich liegt im Bereich einer westlichen Höhenströmung, die aber bald wieder unter Hochdruckeinfluss gelangt und daher keine flächigen ausgiebigen Niederschläge mit sich bringt. Die Temperaturen liegen großteils und zum Teil deutlich über dem vieljährigen Mittel. Der Index der klimatischen Wasserbilanz soll sich bis zur Monatsmitte meist im trockenen Bereich bewegen.
Längerfristige Prognosen zeigen keine markanten Abweichungen von den durchschnittlichen Verhältnissen, es soll etwas wärmer als üblich bleiben. In der vierten Septemberwoche dürfte sich der Hochdruckeinfluss verstärken, es soll voraussichtlich trockener und wärmer als üblich werden.
Oberflächengewässer sind am Limit & teilweise darüber
Besonders sichtbar werden die Folgen der aktuellen Trockenheit an den Oberflächengewässern. Kleine Bäche und Flussabschnitte führen vielerorts nur noch sehr wenig Wasser, einzelne Gewässer sind bereits lokal vollständig ausgetrocknet. Die Entwicklung zeigt sich auch in den Messdaten: Im Juli lagen österreichweit an rund 95 % der Pegelmessstellen die Abflüsse unter dem langjährigen Monatsmittel, bei rund 90 % wurden sogar sehr niedrige Abflüsse festgestellt. Oberösterreich ist von dieser Entwicklung besonders betroffen.
Fazit
Eine rasche Entspannung ist derzeit nicht garantiert. Selbst durchschnittliche Niederschlagsmengen würden ein über viele Monate aufgebautes Wasserdefizit nur langsam ausgleichen. Die aktuelle Situation zeigt, dass Trockenheit auch in Oberösterreich zu einem relevanten Thema für Landwirtschaft, Trinkwasserversorgung, Gewässerökologie und Waldwirtschaft geworden ist. Die laufend aktualisierten Wetter- und Niederschlagsmessungen der GeoSphere Austria liefern dafür die wichtigste Datengrundlage.
Quelle: GeoSphere Austria