Trockenheit und Hitze bringen Landwirtschaft massiv unter Druck
Die seit dem Frühjahr anhaltende Trockenheit und die aktuelle Hitzewelle setzen Niederösterreichs Landwirtschaft massiv unter Druck. Fehlende Niederschläge und hohe Temperaturen lassen die Ernteaussichten von Tag zu Tag schrumpfen. Hinzu kommen die enorm hohen Produktionskosten. Bundesminister Norbert Totschnig, LH-Stv. Stephan Pernkopf, Landwirtschaftskammer NÖ-Vizepräsident Lorenz Mayr machten sich am Betrieb von Christian Gasselich in Lassee selbst ein Bild der prekären Lage.
Seit Beginn der Vegetationsperiode Ende Februar fehlen in nahezu allen Regionen Niederösterreichs die dringend benötigten Niederschläge. Punktuelle Niederschläge konnten die Situation kaum entschärfen. Die nun herrschende Hitzeperiode verschärft die Lage zusätzlich massiv.
Landwirtschaftskammer NÖ-Präsident Johannes Schmuckenschlager erklärt: „Die Trockenheit trifft unsere Betriebe in einer ohnehin wirtschaftlich äußerst angespannten Situation. Seit Jahren steigen die Produktionskosten für Treibstoff, Dünger und Pflanzenschutzmittel enorm, während die Erzeugerpreise auf niedrigem Niveau bleiben oder stark schwanken. Diese Schere zwischen Kosten und Erlösen wird für viele Betriebe immer größer. Kommen jetzt auch noch witterungsbedingte Ertragseinbußen dazu, verschärft sich die Situation zusätzlich.“ Angesichts dieser mehrfachen Belastung unterstreicht der Kammerpräsident: „Diese Kombination aus Wetterextremen, hohen Kosten und unsicheren Erlösen bringt viele Betriebe wirtschaftlich an ihre Grenzen. Umso wichtiger ist es, dass sich faire Preise am Markt durchsetzen und die Leistungen unserer bäuerlichen Familienbetriebe entsprechend honoriert werden.
Trockenheit verschärft Lage auf Niederösterreichs Feldern
Die Auswirkungen der Trockenheit sind bereits deutlich sichtbar. Die Frühjahrstrockenheit führte vielerorts zu lückigen Getreidebeständen. Die aktuelle Kombination aus extremer Hitze und anhaltender Trockenheit sorgt nun dafür, dass sich Ähren und Körner nur mangelhaft entwickeln und vielerorts Notreife einsetzt. Erste Wintergerstenerträge liegen bereits rund zehn bis 15 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt. Die Weizenernte dürfte aufgrund der Hitze um rund zehn bis 14 Tage früher beginnen als üblich. Auch bei Mais, Kartoffeln, Zuckerrüben, Sojabohnen und Ölkürbis nimmt der Trockenstress laufend zu.
Landwirtschaftskammer NÖ fordert mehr Vorsorge gegen Dürre
Lorenz Mayr, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer NÖ betont: „Die Situation auf Niederösterreichs Feldern und Wiesen wird von Tag zu Tag kritischer. Die Pflanzen stehen unter enormem Stress, das Wachstum ist vielerorts deutlich eingeschränkt und wir müssen uns auf Ertragseinbußen einstellen.“ Um die Landwirtschaft besser gegen solche Extremwetterereignisse abzusichern, fordert die Landwirtschaftskammer NÖ eine Stärkung von Risikoinstrumenten wie Dürreversicherungen und vor allem einen konsequenten Ausbau der Bewässerungsinfrastruktur. „Nur mit resilienten Produktionssystemen können wir die heimische Lebensmittelversorgung auch in Zukunft sicherstellen und dafür sorgen, dass Bäuerinnen und Bauern von ihrer Arbeit leben können“, so Mayr.
Gleiche Regeln für fairen Wettbewerb
Die Landwirtschaftskammer Niederösterreich verweist in diesem Zusammenhang auch auf die Wettbewerbsverzerrung durch Lebensmittelimporte. Schmuckenschlager fordert gleiche Spielregeln für alle: „Unsere bäuerlichen Familienbetriebe produzieren unter höchsten Umwelt-, Tierwohl- und Sozialstandards. Es kann nicht sein, dass gleichzeitig Lebensmittel importiert werden, die unter Bedingungen erzeugt wurden, die bei uns verboten sind. Wer von unseren Bäuerinnen und Bauern höchste Standards verlangt, muss dafür sorgen, dass diese auch für Importware gelten. Nur gleiche Standards schaffen fairen Wettbewerb und sichern die heimische Lebensmittelproduktion langfristig ab.“
Auch LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf verweist in Lassee auf die dramatische Gesamtsituation für die bäuerlichen Familienbetriebe: „Wir haben hier bis zu 40 Prozent weniger Niederschlag, das bedeutet schlechte Ernteerträge. Gleichzeitig sind die Markterlöse niedrig und die Preise für notwendige Betriebsmittel wie Dünger hoch. Also eine extrem schwierige Situation, die für viele existenzbedrohend ist. Daher ist klar: Die Bäuerinnen und Bauern sichern die Versorgung mit Lebensmittel. Sie brauchen mehr und nicht weniger Unterstützung! Dazu fordere ich einen Importstopp für Lebensmittel, die nicht unseren Standards entsprechen!“
Auch Bundesminister Norbert Totschnig unterstreicht die Notwendigkeit langfristiger Anpassungsmaßnahmen: „Die klimawandelbedingte Trockenheit stellt unsere österreichische Landwirtschaft vor enorme Herausforderungen. Klar ist, Versorgungssicherheit beginnt mit der Verfügbarkeit von Wasser und diese müssen wir auch in Zukunft gewährleisten. Deshalb schaffen wir mit der Gemeinsamen Agrarpolitik Planungssicherheit für unsere Bäuerinnen und Bauern, fördern Investitionen in effiziente Bewässerungssysteme und treiben die Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel konsequent voran. Dazu gehören nachhaltige Bewirtschaftungsformen, gesunde und humusreiche Böden sowie trockenheitstolerante Sorten. Die Herausforderungen sind groß, aber mit Weitblick, Innovation und gemeinsamen Anstrengungen können wir sie erfolgreich bewältigen.“
Christian Gasselich, Landwirt in Lassee, erlebt die Auswirkungen täglich am eigenen Betrieb: „Die Sorgen sind sehr groß, ob und wie lange sich das für die Bauern noch rechnet. Die Agrarmärkte sind volatiler als die Aktienmärkte, dazu kommen Trockenheit und Dürre. Wir hatten seit März nur dreimal mehr als 10 mm Regen. Wir brauchen fairen Wettbewerb und Unterstützung.“ Und an die heimischen Konsumentinnen und Konsumenten appelliert er: „Vertraut auf unsere Produkte und unterstützt uns!“
Auch LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf verweist in Lassee auf die dramatische Gesamtsituation für die bäuerlichen Familienbetriebe: „Wir haben hier bis zu 40 Prozent weniger Niederschlag, das bedeutet schlechte Ernteerträge. Gleichzeitig sind die Markterlöse niedrig und die Preise für notwendige Betriebsmittel wie Dünger hoch. Also eine extrem schwierige Situation, die für viele existenzbedrohend ist. Daher ist klar: Die Bäuerinnen und Bauern sichern die Versorgung mit Lebensmittel. Sie brauchen mehr und nicht weniger Unterstützung! Dazu fordere ich einen Importstopp für Lebensmittel, die nicht unseren Standards entsprechen!“
Auch Bundesminister Norbert Totschnig unterstreicht die Notwendigkeit langfristiger Anpassungsmaßnahmen: „Die klimawandelbedingte Trockenheit stellt unsere österreichische Landwirtschaft vor enorme Herausforderungen. Klar ist, Versorgungssicherheit beginnt mit der Verfügbarkeit von Wasser und diese müssen wir auch in Zukunft gewährleisten. Deshalb schaffen wir mit der Gemeinsamen Agrarpolitik Planungssicherheit für unsere Bäuerinnen und Bauern, fördern Investitionen in effiziente Bewässerungssysteme und treiben die Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel konsequent voran. Dazu gehören nachhaltige Bewirtschaftungsformen, gesunde und humusreiche Böden sowie trockenheitstolerante Sorten. Die Herausforderungen sind groß, aber mit Weitblick, Innovation und gemeinsamen Anstrengungen können wir sie erfolgreich bewältigen.“
Christian Gasselich, Landwirt in Lassee, erlebt die Auswirkungen täglich am eigenen Betrieb: „Die Sorgen sind sehr groß, ob und wie lange sich das für die Bauern noch rechnet. Die Agrarmärkte sind volatiler als die Aktienmärkte, dazu kommen Trockenheit und Dürre. Wir hatten seit März nur dreimal mehr als 10 mm Regen. Wir brauchen fairen Wettbewerb und Unterstützung.“ Und an die heimischen Konsumentinnen und Konsumenten appelliert er: „Vertraut auf unsere Produkte und unterstützt uns!“