Waldviertler Teichwirtschaft: Tradition trifft Zukunft
Altes Wissen wird lebendig
Wenn im Herbst die Waldviertler Karpfenteiche abgefischt werden, wird jahrhundertealtes Wissen lebendig. Beim traditionellen Abfischfest konnten Besucherinnen und Besucher hautnah miterleben, wie die heimischen Karpfen aus den Teichen geholt werden. Dazu gab es Einblicke in die Teichbewirtschaftung, regionale Fischspezialitäten und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für die ganze Familie.Doch die Teichwirtschaft steht vor neuen Herausforderungen. Steigende Wassertemperaturen, längere Trockenperioden und zunehmende Wetterextreme verlangen den Betrieben immer mehr ab. Der heiße und trockene Sommer 2026 hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig vorausschauende Bewirtschaftung und Anpassungsstrategien sind.
Teiche prägen Kulturlandschaft
„Das Waldviertler Abfischfest zeigt eindrucksvoll, wie viel Tradition, Wissen und Leidenschaft in unserer heimischen Teichwirtschaft stecken. Die Waldviertler Teiche sind zum einen Produktionsstätten für hochwertige regionale Lebensmittel. Zum anderen prägen sie unsere einzigartige Kulturlandschaft, bieten wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen und leisten einen wichtigen Beitrag zum Wasserhaushalt. Diese vielfältigen Leistungen unserer Teichwirtinnen und Teichwirte verdienen höchste Anerkennung“, so Landesrat Anton Kasser.
Europäische Forschung soll konkrete Lösungen bringen
Mit DANUBEAQUA ist die Landwirtschaftskammer Niederösterreich Partner eines internationalen Forschungsprojekts im EU-Programm Horizon Europe. Gemeinsam mit Forschungseinrichtungen und Aquakulturorganisationen aus mehreren europäischen Ländern werden in den kommenden drei Jahren neue Möglichkeiten für eine zukunftsfitte Aquakultur untersucht und angewandt.
Andrea Wagner, Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, betonte: „Der Hitzesommer 2026 hat deutlich gemacht, wie wichtig es ist, unsere Fischzucht- und Teichwirtschaftsbetriebe bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. Mit DANUBEAQUA bringen wir europäische Forschung direkt mit der bäuerlichen Praxis zusammen. Unser Ziel sind Lösungen, die im Betriebsalltag tatsächlich helfen und die heimische Teichwirtschaft langfristig stärken. Gleichzeitig können wir damit unser einzigartiges Waldviertler Weltkulturerbe international noch stärker ins Rampenlicht rücken.“
Andrea Wagner, Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, betonte: „Der Hitzesommer 2026 hat deutlich gemacht, wie wichtig es ist, unsere Fischzucht- und Teichwirtschaftsbetriebe bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. Mit DANUBEAQUA bringen wir europäische Forschung direkt mit der bäuerlichen Praxis zusammen. Unser Ziel sind Lösungen, die im Betriebsalltag tatsächlich helfen und die heimische Teichwirtschaft langfristig stärken. Gleichzeitig können wir damit unser einzigartiges Waldviertler Weltkulturerbe international noch stärker ins Rampenlicht rücken.“
Das Forschungsprojekt im Überblick
Mit der Beteiligung an DANUBEAQUA wird das Waldviertel Teil eines internationalen Forschungsnetzwerks. Gleichzeitig bietet das Projekt die Möglichkeit, die Region als europäisches Vorzeigebeispiel für nachhaltige Aquakultur zu positionieren.
Im Mittelpunkt von DANUBEAQUA stehen digitale Technologien, eine effizientere Energienutzung und die Anpassung an veränderte klimatische Bedingungen. So können beispielsweise digitale Messsysteme dabei helfen, Wassertemperatur und Sauerstoffgehalt laufend zu überwachen und kritische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Auch erneuerbare Energien und intelligente Steuerungssysteme werden untersucht und gemeinsam mit Aquakulturbetrieben an Demonstrationsstandorten unter realen Betriebsbedingungen getestet. Die Landwirtschaftskammer bringt insbesondere ihre Erfahrung in Beratung und Weiterbildung ein. Gemeinsam mit dem NÖ Teichwirteverband werden die Betriebe eingebunden und ihre Herausforderungen und Bedürfnisse erhoben. Neue Erkenntnisse sollen anschließend möglichst rasch in die betriebliche Praxis einfließen.
Im Mittelpunkt von DANUBEAQUA stehen digitale Technologien, eine effizientere Energienutzung und die Anpassung an veränderte klimatische Bedingungen. So können beispielsweise digitale Messsysteme dabei helfen, Wassertemperatur und Sauerstoffgehalt laufend zu überwachen und kritische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Auch erneuerbare Energien und intelligente Steuerungssysteme werden untersucht und gemeinsam mit Aquakulturbetrieben an Demonstrationsstandorten unter realen Betriebsbedingungen getestet. Die Landwirtschaftskammer bringt insbesondere ihre Erfahrung in Beratung und Weiterbildung ein. Gemeinsam mit dem NÖ Teichwirteverband werden die Betriebe eingebunden und ihre Herausforderungen und Bedürfnisse erhoben. Neue Erkenntnisse sollen anschließend möglichst rasch in die betriebliche Praxis einfließen.
Ein Weltkulturerbe wird digital erlebbar
Die Waldviertler Karpfenteichwirtschaft wurde von der Welternährungsorganisation FAO als „Globally Important Agricultural Heritage System“ (GIAHS) anerkannt. Damit ist die Waldviertler Karpfenteichwirtschaft das erste der Welternährungsorganisation FAO anerkannte landwirtschaftliche Weltkulturerbe Niederösterreichs, das zweite Österreichs und zugleich das erste als GIAHS ausgezeichnete Aquakultursystem Europas. Das Forschungsprojekt soll zeigen, wie moderne Technologien helfen können, dieses lebendige Erbe zu vermitteln. Geplant sind unter anderem Kamerasysteme, Zeitrafferaufnahmen und digitale Visualisierungen. Auch die Entwicklung eines digitalen Zwillings der Waldviertler Karpfenteichwirtschaft ist Gegenstand des Projekts. So sollen die Leistungen der Teiche für Biodiversität, Wasserrückhalt und Kulturlandschaft künftig noch anschaulicher vermittelt werden.
Der Obmann-Stellvertreter des NÖ Teichwirteverbandes Andreas Kainz erklärt: „Unsere Teichwirtschaft verbindet seit Jahrhunderten die Erzeugung hochwertiger Lebensmittel mit dem verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Wasser. Damit das auch in Zukunft gelingt, müssen wir Bewährtes erhalten und gleichzeitig offen für neue Entwicklungen sein. Besonders wichtig ist uns, dass die Forschung bei den tatsächlichen Herausforderungen unserer Betriebe ansetzt. DANUBEAQUA bietet dafür eine große Chance.“