Weltschulmilchtag am 30. September: Regionalität macht Schule
Anlässlich des Weltschulmilchtages am 30. September besuchte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner den Hofladen in Wilhelmsburg und stellte die Bedeutung regionaler Lebensmittel und bäuerlicher Familienbetriebe in den Mittelpunkt.
„Unsere Bäuerinnen und Bauern erzeugen hochwertige Produkte Tag für Tag direkt vor unserer Haustüre. Unsere Kinder sollen wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen und wie viel Arbeit und Herzblut dahinterstecken. Genau hier setzt die Schulmilch an: Sie macht Regionalität im Alltag unserer Kinder erlebbar“, betont die Landeshauptfrau. Dabei sieht sie auch einen klaren politischen Auftrag: „Wir müssen dafür sorgen, dass das, was bei uns daheim wächst und produziert wird, auch in den Regalen und auf unseren Tellern landet. Damit stärken wir unsere bäuerlichen Familienbetriebe und halten die Wertschöpfung in unseren Regionen.“
Auch Lorenz Mayr, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer NÖ, die Bedeutung der Schulmilchaktion: „Gerade in jungen Jahren werden Ernährungsgewohnheiten geprägt. Schulmilch verbindet dabei zwei wichtige Dinge: hochwertige Lebensmittel aus der Region und das Wissen darüber, wo sie herkommen und wie sie erzeugt werden. Uns ist wichtig, dass Kinder Landwirtschaft nicht nur aus Büchern kennen, sondern einen echten Bezug zu unseren Höfen und Lebensmitteln bekommen.“
Wie diese Verbindung in der Praxis gelingt, zeigen die Wilhelmsburger Hoflieferanten, die seit 1995 Schulen und Kindergärten mit frischer Schulmilch beliefern. „Wir beliefern 80 Schulen und Kindergärten dreimal die Woche mit einem eigenen Lieferwagen. Die Milch wird in unserer hauseigenen Molkerei kommissioniert und abgefüllt“, erklärt Hannes Bertl. Zudem liefern 70 bäuerliche Betriebe ihre Produkte auch an den Hofladen in Wilhelmsburg.“ Angesichts des wachsenden Drucks auf die Landwirtschaft sei es besonders wichtig, bereits in Kindergärten und Schulen den Wert regionaler Lebensmittel und der Arbeit auf den Höfen zu vermitteln, so Bertl.
Insgesamt versorgen 15 bäuerliche Schulmilchbetriebe rund 900 Schulen und Kindergärten in Niederösterreich und Wien direkt mit Milch und Milchprodukten. „Dass rund 900 Schulen und Kindergärten von unseren Schulmilchbetrieben beliefert werden, zeigt, was bäuerliche Direktvermarktung leisten kann. Hinter jedem Becher Schulmilch stehen Familienbetriebe, tägliche Arbeit und regionale Wertschöpfung. Dieses erfolgreiche Netzwerk wollen wir auch für die Zukunft erhalten und weiterentwickeln“, so Mayr.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner unterstreicht abschließend: „Den Erfolg der Schulmilch ermöglichen viele engagierte Menschen. Danke allen voran unseren Bäuerinnen und Bauern, die mit Kompetenz, Herzblut und harter Arbeit für hochwertige regionale Lebensmittel sorgen. Ich danke auch unseren Hoflieferantinnen und Hoflieferanten sowie den Pädagoginnen und Pädagogen in unseren Schulen und Kindergärten. Sie vermitteln unseren Kindern, welchen Wert diese Lebensmittel haben und welche Leistung dahintersteht.“