Wenn aus Naschen Ernteverlust wird: Eigentum verdient echten Respekt
Die Hintergründe
Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass aus vermeintlich harmlosen Kostproben in Summe erhebliche Ernteverluste entstehen. Genau hier setzt die Landwirtschaftskammer an: Sie trägt das Thema gezielt in die Öffentlichkeit und unterstützt ihre Mitglieder mit Informations- und Kommunikationsmaßnahmen.
Kein Selbstbedienungsfeld
Eine Marille oder Weintraube am Wegesrand, ein Kürbis vom Feld – für Einzelne mag das unbedeutend erscheinen. Bedienen sich jedoch täglich viele Menschen „nur an einer Frucht“, summieren sich diese kleinen Entnahmen über die Saison zu beträchtlichen Schäden. Betroffen sind längst nicht nur Obst- oder Weinkulturen, sondern auch Mais, Zwiebeln und andere Feldfrüchte. Hinzu kommen niedergetretene Kulturen oder beschädigte Äste.
Öffentliche Aufmerksamkeit erhalten meist nur spektakuläre Fälle – zuletzt der Diebstahl größerer Mengen Erdbeeren im Bezirk Melk. Für viele Betriebe sind es jedoch die zahlreichen kleinen Entnahmen, die in Summe Schäden verursachen. „Hinter jeder Frucht steckt ein Jahr Arbeit. Wer sich einfach bedient, nimmt den Betrieben einen Teil ihrer Ernte – und damit auch ihres Einkommens“, bringt Martin Sedelmaier, Obmann des NÖ Landesobstbauverbandes, das Problem auf den Punkt.
Öffentliche Aufmerksamkeit erhalten meist nur spektakuläre Fälle – zuletzt der Diebstahl größerer Mengen Erdbeeren im Bezirk Melk. Für viele Betriebe sind es jedoch die zahlreichen kleinen Entnahmen, die in Summe Schäden verursachen. „Hinter jeder Frucht steckt ein Jahr Arbeit. Wer sich einfach bedient, nimmt den Betrieben einen Teil ihrer Ernte – und damit auch ihres Einkommens“, bringt Martin Sedelmaier, Obmann des NÖ Landesobstbauverbandes, das Problem auf den Punkt.
Mehr Wertschätzung durch Kommunikation
Die Landwirtschaftskammer Niederösterreich macht das Thema gezielt sichtbar. Über Zeitungen und digitale Kanäle wird vermittelt, dass landwirtschaftliche Kulturen keine Selbstbedienungsläden, sondern Arbeitsplatz und Lebensgrundlage bäuerlicher Familien sind. Ziel ist es, Verständnis zu schaffen und Konflikte möglichst gar nicht erst entstehen zu lassen.
Die rechtliche Lage ist eindeutig: Wer ohne Zustimmung Obst pflückt oder Gemüse erntet, verstößt gegen das NÖ Feldschutzgesetz. Dabei drohen Geldstrafen von bis zu 1.500 Euro. Wer heimisches Obst und Gemüse genießen möchte, kauft besser regional. Wer die Arbeit hinter Lebensmitteln schätzt, begegnet bäuerlichem Eigentum mit Respekt.
Die rechtliche Lage ist eindeutig: Wer ohne Zustimmung Obst pflückt oder Gemüse erntet, verstößt gegen das NÖ Feldschutzgesetz. Dabei drohen Geldstrafen von bis zu 1.500 Euro. Wer heimisches Obst und Gemüse genießen möchte, kauft besser regional. Wer die Arbeit hinter Lebensmitteln schätzt, begegnet bäuerlichem Eigentum mit Respekt.
Unterstützung für Gemeinden
Die Landwirtschaftskammer unterstützt Gemeinden mit „Danke-Tafeln“. Diese weisen die Passant:innen freundlich auf einen respektvollen Umgang mit fremdem Eigentum hin. Infos zur Bestellung unter
landwirtschaft-verstehen.at.
Eine gute Orientierung bietet auch das „Gelbe Band“. Sind Obstbäume oder Sträucher damit gekennzeichnet, dürfen diese abgeerntet werden. So ist klar, wo Pflücken willkommen ist – und wo die Ernte den bäuerlichen Betrieben gehört. Das „Gelbe Band“ inkl. Info-Anhänger kann per E-Mail an office@wir-fuer-bienen.at bestellt werden.
landwirtschaft-verstehen.at.
Eine gute Orientierung bietet auch das „Gelbe Band“. Sind Obstbäume oder Sträucher damit gekennzeichnet, dürfen diese abgeerntet werden. So ist klar, wo Pflücken willkommen ist – und wo die Ernte den bäuerlichen Betrieben gehört. Das „Gelbe Band“ inkl. Info-Anhänger kann per E-Mail an office@wir-fuer-bienen.at bestellt werden.