AMA-Flächenmonitoring startet wieder
Die Hintergründe
Nach Ende der MFA-Antragsfrist beginnt die Saison 2026 des automatisierten AMA-Flächenmonitorings. Eine Reihe von Auflagen, die aus der Luft überprüfbar sind, wird mithilfe dieses Systems kontrolliert. Bei Auffälligkeiten soll man zeitgerecht reagieren.
Wie funktioniert das Flächenmonitoring?
Die Satellitenbilder, mit denen das System arbeitet, stammen von "Sentinel 2-Satelliten" der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA. Diese kreisen kontinuierlich um die Erde und stellen die aufgenommenen Bilder der Öffentlichkeit zur freien Verfügung.
So kommen für Österreich alle drei bis fünf Tage Aufnahmen zustande. Je nach Bewölkung sind diese mehr oder weniger gut auswertbar. Diese Bilder nutzt die AMA für das Flächenmonitoring. Insgesamt sind so weniger Vor-Ort-Kontrollen notwendig.
Was wird überprüft?
Die sogenannten monitoringfähigen Sachverhalte wurden in den vergangenen Jahren ständig erweitert. Dennoch setzt die Technik dem System Grenzen. Die Auflösung der Satellitenbilder beträgt nur 10 x 10 Meter je Pixel. Deshalb kann man zum Beispiel keine Flächen vermessen und spezielle Tätigkeiten am Feld nicht erkennen, wie Düngung und Pflanzenschutz.
Sehr gut funktionieren das Feststellen der Kultur oder das Erkennen von versiegelten oder verbauten Flächen. Stimmen die Feststellungen der Technik mit der Beantragung nicht überein, erhalten die Bewirtschafter:innen der Flächen Monitoring-Aufträge.
Weiters wird das Pflanzenwachstum regelmäßig gemessen, indem ihr reflektiertes Licht analysiert wird. Das Ergebnis ist der NDVI-Wert, ein Vegetationswert. So kann zum Beispiel ermittelt werden, ob ein Schlag flächendeckend begrünt ist. Abrupte Änderungen des Wertes – etwa viel Biomasse auf einer Aufnahme und deutlich weniger auf der nächsten - gelten als Indiz für eine Mahd, eine Ernte oder einen Umbruch.
Sehr gut funktionieren das Feststellen der Kultur oder das Erkennen von versiegelten oder verbauten Flächen. Stimmen die Feststellungen der Technik mit der Beantragung nicht überein, erhalten die Bewirtschafter:innen der Flächen Monitoring-Aufträge.
Weiters wird das Pflanzenwachstum regelmäßig gemessen, indem ihr reflektiertes Licht analysiert wird. Das Ergebnis ist der NDVI-Wert, ein Vegetationswert. So kann zum Beispiel ermittelt werden, ob ein Schlag flächendeckend begrünt ist. Abrupte Änderungen des Wertes – etwa viel Biomasse auf einer Aufnahme und deutlich weniger auf der nächsten - gelten als Indiz für eine Mahd, eine Ernte oder einen Umbruch.
Von der Auffälligkeit zum Auftrag
Werden über Satelliten Auffälligkeiten oder Unstimmigkeiten im Vergleich zur Beantragung im MFA festgestellt, beurteilt die AMA den Sachverhalt nochmals. Bleibt die Unstimmigkeit, versendet die AMA Aufträge an die betroffenen Betriebe und fordert Nachweise - im Regelfall Fotos. Ein Beispiel für einen Auftrag wäre: "Feldstück xy: Nachweis der beantragten Kultur wird benötigt". Dieser Auftrag kommt per E-Mail und für "AMA MFA Fotos App"-Nutzer:innen auch per Push-Nachricht (siehe Infokasten).
Betriebe, die weder die App nutzen noch eine E-Mail bei der AMA hinterlegt haben, werden telefonisch informiert. Das Nachweisfoto über die richtige Beantragung kann man über die App oder eAMA, selbsttätig oder mit Unterstützung der örtlichen BBK übermitteln. Alternativ ist es möglich, den MFA auf die richtige Schlagnutzung zu korrigieren. Beides ist jedoch nur innerhalb einer Frist von 14 Tagen möglich. Monitoring bietet damit die Chance, fehlerhafte Beantragungen richtigzustellen.
Die AMA MFA Fotos-App
Mit dem Start des Flächenmonitorings wurde die "AMA MFA Fotos App" für Betriebe zur Verfügung gestellt. Mit der App können Betriebe beispielsweise
- Fotonachweise aufnehmen und rasch an die AMA übermitteln
- MFA‑Korrekturen durchführen - auch ohne bestehenden Auftrag
- die Schlagliste des aktuellen MFA einsehen
- den Vegetationsverlauf der eigenen Flächen nachvollziehen
- bereits im Vorfeld Fotos zur Bewirtschaftung senden
Häufige Feststellungen der vergangenen Jahre
Die Erfahrungen aus den Vorjahren zeigen, dass vor allem die Überprüfung von Mahd- und Pflegeterminen, wie sie bei Biodiversitätsflächen am Acker oder Grünland vorkommen, zu vielen Aufträgen führen. Der meist falschen Bewirtschaftung können entsprechende Sanktionen folgen.
Auch bei Naturschutzflächen deckt das Monitoring laufend falsch umgesetzte Mahd- oder Pflegetermine auf. Hier bleibt ebenso dann nur mehr die Abmeldung oder Sanktionierung. Achten Sie daher unbedingt auf die festgelegten Termine in den Projektbestätigungen. Eingehaltene Auflagen führen erst gar nicht zu Auffälligkeiten, dann passiert auch nichts beim Monitoring.
Auch bei Naturschutzflächen deckt das Monitoring laufend falsch umgesetzte Mahd- oder Pflegetermine auf. Hier bleibt ebenso dann nur mehr die Abmeldung oder Sanktionierung. Achten Sie daher unbedingt auf die festgelegten Termine in den Projektbestätigungen. Eingehaltene Auflagen führen erst gar nicht zu Auffälligkeiten, dann passiert auch nichts beim Monitoring.