Drahtwürmer über die Sommermonate bekämpfen!
- Bei Feldern mit sehr hohem Drahtwurmrisiko ist zu überlegen, ob frühe Begrünungen zielführend sind oder die Zeit bis Mitte/Ende August besser für Bodenbearbeitung genützt wird.
- Entscheidend für den Erfolg ist eine Abtrocknung des Oberbodens, um die Eier und Junglarven auszutrocknen. Es muss dazu nicht sehr tief gearbeitet werden – in der Regel reichen die oberen 5 bis 10 cm.
- Die Stoppelbearbeitung hat in diesem Zusammenhang eine zentrale Bedeutung. Schnellkäfer sind Wiesenbewohner und legen ihre Eier am liebsten in wiesenähnlichen Beständen ab. Ausfallgetreide kann so einen wiesenähnlichen Bestand darstellen.
- Die Bearbeitung sollte bei möglichst trockenen Bedingungen durchgeführt und nach Abtrocknung des Oberbodens wiederholt werden. Vorsicht: Bei zu nassem Boden sind Verdichtungen zu vermeiden!
- Es ist nicht sinnvoll zu bearbeiten, wenn es so trocken ist, dass die oberste Bodenschicht nur mehr aus Staub besteht. Solche Bedingungen sind für eine Eiablage des Schnellkäfers auch nicht besonders attraktiv. Sobald aber erste Pflanzen auflaufen, sollte mit einer Bodenbearbeitung begonnen werden.
- Bei entsprechenden Witterungsbedingungen sollte diese oberflächliche Bearbeitung so oft wie möglich wiederholt werden. Diese sollte möglichst in jedem Jahr der Fruchtfolge erfolgen (also nicht nur vor Erdäpfel).
Auch wenn es Ausnahmen gibt:
In der Praxis hat sich gezeigt, dass Betriebe, die dieses Bodenbearbeitungsmanagement konsequent umsetzten, weniger Drahtwurmprobleme haben also solche, die das nicht tun.
In der Praxis hat sich gezeigt, dass Betriebe, die dieses Bodenbearbeitungsmanagement konsequent umsetzten, weniger Drahtwurmprobleme haben also solche, die das nicht tun.