Heimischer Fisch braucht klare Rahmenbedingungen
Zukunftsfragen im Fokus der NÖ Teichwirte
Mehr als eine Herkunftskennzeichnung
Neues Projekt soll zeigen, was Teiche wirklich leisten
Teiche sind weit mehr als Produktionsflächen. Sie sichern regionale Lebensmittelversorgung, schaffen Wertschöpfung im ländlichen Raum und sind gleichzeitig Hotspots der Artenvielfalt. Still und oft unbeachtet leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Klimaregulation und zum Erhalt sensibler Ökosysteme – Leistungen, die künftig stärker wissenschaftlich belegt und öffentlich vermittelt werden sollen.
Wie hoch der ökologische Wert der Teichlandschaften tatsächlich ist, zeigt sich auch an seltenen Pflanzenarten wie Zwergbinsen und Strandlingsfluren. Sie gedeihen nur unter ganz bestimmten Bedingungen und sind ein lebendiger Beweis dafür, dass nachhaltige Bewirtschaftung und Naturschutz in der Teichwirtschaft seit jeher Hand in Hand gehen.
Das alles und noch vieles mehr soll künftig mit einem eigenen Forschungsprojekt sichtbar gemacht werden.
Druck auf die Betriebe steigt
Mit einem Selbstversorgungsgrad von rund acht Prozent bleibt Fisch in Österreich ein knappes Gut. Der politisch gewünschte Ausbau der heimischen Produktion steht jedoch häufig im Spannungsfeld mit komplexen rechtlichen Vorgaben – etwa im Zusammenhang mit der Wasserrahmenrichtlinie. Gefordert sind praxistaugliche Lösungen in Genehmigungsverfahren und Bewirtschaftung, um Entwicklung zu ermöglichen und das Potenzial der Teichwirtschaft langfristig abzusichern.
Ein wichtiger Baustein dafür ist der fachliche Austausch über Regionen und Ländergrenzen hinweg. Der Dialog mit Partnerregionen wie dem oberpfälzischen Tirschenreuth, dem „Land der 1.000 Teiche“, eröffnet neue Perspektiven und stärkt den Wissenstransfer zwischen traditionellen Teichwirtschaftsgebieten.