OÖ Pflanzenmarkt 11/2026
Dürrejahr geht in die Endphase
Das Ackerbaujahr 2026 zählt aufgrund der anhaltenden Rekorddürre zu den schwierigsten der vergangenen Jahrzehnte. In der österreichischen Messgeschichte wurden bisher sieben Tage mit über 40 Grad aufgezeichnet, davon allein sechs Tage im Jahr 2026 und ein weiterer Tag im Jahr 2013.
In Oberösterreich fehlen bis Ende September noch immer durchschnittlich 37% des üblichen Jahresniederschlags, regional sogar bis zu 50%. Allein in der Bezirksstadt Braunau wurden 2026 über 52 Tage mit Temperaturen über 30 Grad registriert. Während die Getreideernte noch leicht unterdurchschnittliche, aber zufriedenstellende Ergebnisse brachte, führten Hitze und Trockenstress bei den Herbstkulturen zu deutlichen Ertragseinbußen. So verwundert es nicht, dass die Hagelversicherung die Dürreschäden in der oberösterreichischen Landwirtschaft auf rund 200 Mio. Euro schätzt.
Enttäuschende Erträge bei der Herbsternte
So liegen nach den Proberodungen die Schätzung der Zuckerrübenerträge in Oberösterreich mit Ø 70 t/ha rund 25% unter dem langjährigen Durchschnitt. Die sonnigen Herbsttage dürften aber zu guten Zuckergehalten von > 17% führen. Die Rübenkampagne startet mit 5. Oktober und wird heuer mit knapp 100 Tagen relativ kurz.
Die Silomaisernte ist Ende September zu 90% abgeschlossen und die Körnermaisernte zu etwa 70%. Die erwarteten Körnermaiserträge werden seit dem letzten Pflanzenmarktbericht mittlerweile auf Ø 7,8 t/ha reduziert und damit etwa 35 - 40% unter dem Vorjahresniveau liegen. Durch die verstärkte Nutzung von rund 10.000 ha ursprünglich gedachten Körnermaisflächen als Silomais und dem heuer niedrigen Durchschnittsertrag, wird sich die oberösterreichische Körnermaisproduktion mit 324.000 t voraussichtlich gegenüber 2025, wo sie noch 639.000 t betrug, halbieren. Aufgrund physiologisch vielfach stark geschädigter Maispflanzen wird die Nassmaisübernahme der AGRANA in Aschach bereits mit Anfang November enden.
Bei Soja ist die laufende Ernte Ende September bereits zu 90% abgeschlossen. So zeigen sich bei der Sojaernte neben schwächeren Qualitäten, mit relativ kleinen und teils noch grünen Bohnen, auch große Ertragsunterschiede. Die Erträge reichen dabei von lediglich 0,5 t/ha auf schwachen Standorten bis zu 3,5 t/ha in Gunstlagen. Nach durchschnittlich 3,7 t/ha im Vorjahr, werden heuer in Oberösterreich nur rund 2,5 t/ha erwartet, was einem Rückgang von 35% entspricht.
Bei Soja ist die laufende Ernte Ende September bereits zu 90% abgeschlossen. So zeigen sich bei der Sojaernte neben schwächeren Qualitäten, mit relativ kleinen und teils noch grünen Bohnen, auch große Ertragsunterschiede. Die Erträge reichen dabei von lediglich 0,5 t/ha auf schwachen Standorten bis zu 3,5 t/ha in Gunstlagen. Nach durchschnittlich 3,7 t/ha im Vorjahr, werden heuer in Oberösterreich nur rund 2,5 t/ha erwartet, was einem Rückgang von 35% entspricht.
Betriebsmittelkosten ziehen weiter an
Die Dieselpreise ziehen wegen dem laufenden Irankrieg weiter an und haben sich bis Ende September auf rund 2,30 Euro je Liter verteuert. Die in Österreich beschlossene Spritpreisbremse soll mit 1. Oktober, befristet bis Ende November, in Kraft treten und eine Entlastung von 12 Cent je Liter bringen.
Der durch den Irankrieg verursachte Anstieg des Gaspreises von 30 Euro/MWh im Jänner 2026 auf 75 Euro/MWh Ende September verteuert in erster Linie die Stickstoffdüngerproduktion. Gemeinsam mit im Juli 2026 erhöhten Russlandzöllen auf Stickstoff- und Mehrnährstoffdünger sowie Preisaufschlägen für CBAM (CO2-Grenzausgleich) ziehen die Düngerpreise im OÖ Agrarhandel weiter an.
So werden Ende September im BigBag Bruttopreise für NAC 27% um 530 Euro/t, Complex 15:15:15 um 740 Euro/t, DAP 18:46 um 1.120 Euro/t und Kali 60% um 515 Euro/t angeboten. Harnstoff 46% granuliert wird um 750 Euro/t angeboten. Damit ist das kg N im Harnstoff mit 1,63 Euro deutlich billiger als im NAC mit 1,96 Euro.
Die Düngereinlagerung auf den landwirtschaftlichen Betrieben ist Anfang Oktober für die Saison 2027 mit deutlich unter 40% des Bedarfs auf einem sehr niedrigen Stand. Üblicherweise sind zu diesem Zeitpunkt bereits über 70% eingelagert. Seit 1995/96 ist in den vergangenen 30 Jahren laut AMA in Österreich auch der Kaliabsatz um die Hälfte und der Phosphorabsatz um zwei Drittel gesunken. Die RWA rechnet mit einem weiter deutlichen Rückgang der Absatzzahlen bei mineralischen Düngermittel für 2027.
Der durch den Irankrieg verursachte Anstieg des Gaspreises von 30 Euro/MWh im Jänner 2026 auf 75 Euro/MWh Ende September verteuert in erster Linie die Stickstoffdüngerproduktion. Gemeinsam mit im Juli 2026 erhöhten Russlandzöllen auf Stickstoff- und Mehrnährstoffdünger sowie Preisaufschlägen für CBAM (CO2-Grenzausgleich) ziehen die Düngerpreise im OÖ Agrarhandel weiter an.
So werden Ende September im BigBag Bruttopreise für NAC 27% um 530 Euro/t, Complex 15:15:15 um 740 Euro/t, DAP 18:46 um 1.120 Euro/t und Kali 60% um 515 Euro/t angeboten. Harnstoff 46% granuliert wird um 750 Euro/t angeboten. Damit ist das kg N im Harnstoff mit 1,63 Euro deutlich billiger als im NAC mit 1,96 Euro.
Die Düngereinlagerung auf den landwirtschaftlichen Betrieben ist Anfang Oktober für die Saison 2027 mit deutlich unter 40% des Bedarfs auf einem sehr niedrigen Stand. Üblicherweise sind zu diesem Zeitpunkt bereits über 70% eingelagert. Seit 1995/96 ist in den vergangenen 30 Jahren laut AMA in Österreich auch der Kaliabsatz um die Hälfte und der Phosphorabsatz um zwei Drittel gesunken. Die RWA rechnet mit einem weiter deutlichen Rückgang der Absatzzahlen bei mineralischen Düngermittel für 2027.