Schäden durch Junikäfer-Engerlinge in Niederösterreich
2026 fallen erneut ein Hauptfraßjahr des Junikäfers und eine ausgeprägte Trockenphase zusammen. Die Schäden werden vielerorts erst jetzt sichtbar. Während gesunde Bestände nach den Niederschlägen wieder ergrünen, bleiben geschädigte Flächen braun. Ursache ist der Wurzelfraß der Engerlinge. Die Gräser sind abgestorben und können nicht mehr austreiben.
Vorsicht auf Hangflächen
Durch den Wurzelfraß verlieren die Pflanzen ihre Verankerung im Boden. Die Stabilität der Grasnarbe nimmt ab und bei Mäharbeiten, Gülleausbringung oder Sanierungsmaßnahmen besteht eine erhebliche Rutschgefahr!
Engerlingschäden erkennen
Ein Befall zeigt sich häufig durch:
• braune, oft kreisförmige Flecken im Grünland
• starker Befall: Grasnarbe lässt sich wie ein Teppich anheben, darunter finden sich die weißlichen, gekrümmten Engerlinge.
• aufgewühlte Flächen durch Dachse und Wildschweine
• erhöhte Krähenaktivität auf Wiesen
Wildtiere suchen gezielt nach den eiweißreichen Engerlingen und reißen dabei die Grasnarbe großflächig auf.
• braune, oft kreisförmige Flecken im Grünland
• starker Befall: Grasnarbe lässt sich wie ein Teppich anheben, darunter finden sich die weißlichen, gekrümmten Engerlinge.
• aufgewühlte Flächen durch Dachse und Wildschweine
• erhöhte Krähenaktivität auf Wiesen
Wildtiere suchen gezielt nach den eiweißreichen Engerlingen und reißen dabei die Grasnarbe großflächig auf.
Merkmale des Junikäfer-Engerlings
Die Larven sind im Herbst etwa zwei bis drei Zentimeter groß. Charakteristisch ist die Afterspalte am Hinterleib, die einem „Mercedes-Stern“ ähnelt.
Auf einer glatten Unterlage dreht sich der Junikäfer-Engerling auf den Bauch und krabbelt auf seinen sechs Beinen davon. Dadurch lässt er sich vom Maikäfer-Engerling unterscheiden (Maikäfer-Engerlinge haben eine linienförmige Afterspalte und robben seitwärts).
Sanierung geschädigter Flächen
Aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit sind die Sanierungsmöglichkeiten begrenzt. Nachsaaten sollten spätestens bis Ende September erfolgen.
Möglichkeit 1: Umbruch und Neuansaat
Bei stark geschädigten Flächen kann ein Umbruch erforderlich sein, vor allem bei starker Wühltätigkeit von Wildschwein oder Dachs.
Rotierende Bodenbearbeitungsgeräte wie Fräse, Kreiselegge oder Kreiselgrubber erfassen die Engerlinge durch Schlag- und Quetschwirkung. Wichtig sind eine langsame Fahrgeschwindigkeit und eine hohe Zapfwellendrehzahlen. Die Bearbeitung sollte bis etwa 10 cm Tiefe erfolgen. Ideal wäre eine Bearbeitung an einem heißen, sonnigen Tag, weil dann Engerlinge, die an der Bodenoberfläche liegen durch das UV-Licht abgetötet werde.
Leider wird der Boden bei einer solchen Sanierung stark gelockert. Vor einer Nachsaat wäre eine Rückverfestigung sinnvoll. In Hanglagen besteht erhöhte Erosionsgefahr, sollten im Herbst doch noch stärkere Niederschläge auftreten. Die Ansaat einer Deckfrucht könnte diese Gefahr verringern.
Rotierende Bodenbearbeitungsgeräte wie Fräse, Kreiselegge oder Kreiselgrubber erfassen die Engerlinge durch Schlag- und Quetschwirkung. Wichtig sind eine langsame Fahrgeschwindigkeit und eine hohe Zapfwellendrehzahlen. Die Bearbeitung sollte bis etwa 10 cm Tiefe erfolgen. Ideal wäre eine Bearbeitung an einem heißen, sonnigen Tag, weil dann Engerlinge, die an der Bodenoberfläche liegen durch das UV-Licht abgetötet werde.
Leider wird der Boden bei einer solchen Sanierung stark gelockert. Vor einer Nachsaat wäre eine Rückverfestigung sinnvoll. In Hanglagen besteht erhöhte Erosionsgefahr, sollten im Herbst doch noch stärkere Niederschläge auftreten. Die Ansaat einer Deckfrucht könnte diese Gefahr verringern.
Möglichkeit 2: Nachsaat ohne Bodenbearbeitung
Ist die Grasnarbe noch teilweise vorhanden, kann eine Übersaat ausreichend sein.
Schlitzsaatgeräte oder Grünlandstriegel sind ungeeignet, da sie die nur noch lose aufliegende Grünlandnarbe zusätzlich aufreißen können.
In solchen Fällen empfiehlt sich das oberflächige Ausstreuen des Saatguts mit anschließendem Anwalzen. Dadurch wird Bodenschluss hergestellt, ohne die Fläche zusätzlich zu belasten.
Beratung zu Engerlingschäden
Wenn Sie eine betriebsindividuelle Beratung zu Engerlingschäden in Anspruch nehmen wollen, wenden Sie sich telefonisch oder per E-Mail an die LK Niederösterreich: DI Martina Löffler, Tel: 05 -0259 – 22131, martina.loeffler@lk-noe.at