Vogelgrippe – jetzt das Geflügel schützen!
Auch wenn derzeit in Österreich keine Geflügelpest-Risikogebiete ausgewiesen sind, ist Wachsamkeit geboten. Wildvögel können die Erreger über weite Strecken verbreiten. Gerade im Herbst und Winter gewinnt der Schutz der eigenen Tiere daher wieder an Bedeutung. Ziel ist es, erneute Ausbrüche in österreichischen Geflügelhaltungen möglichst zu verhindern.
Schutzmaßnahmen überprüfen
Ob landwirtschaftlicher Betrieb oder kleine Hobbyhaltung: Jeder Geflügelhalter kann dazu beitragen, das Einschleppungsrisiko zu verringern. Besonders wichtig sind folgende Maßnahmen:
- Kontakt zu Wildvögeln vermeiden: Futter und Tränken so aufstellen, dass Wildvögel keinen Zugang haben. Geflügel von Gewässern fernhalten, die auch von Wildvögeln genutzt werden.
- Futter und Einstreu geschützt lagern: Verunreinigungen durch Wildvögel und Schadnager verhindern.
- Stallkleidung und eigene Schuhe verwenden: Vor dem Betreten des Stalles Schuhe wechseln und Hände gründlich waschen. Stallkleidung regelmäßig reinigen.
- Geräte und Transportbehälter sauber halten: Verschmutzungen gründlich entfernen und bei Bedarf fachgerecht desinfizieren.
- Besuche auf das notwendige Maß beschränken: Auch betriebsfremde Personen müssen die Hygienemaßnahmen einhalten.
- Eine geschützte Unterbringung vorbereiten: Bereits jetzt überlegen, wie die Tiere bei einer Verschärfung der Lage sicher und tiergerecht untergebracht werden können.
- Schlachttermine frühzeitig planen: Prüfen Sie, ob schlachtreife Tiere bereits früher geschlachtet werden können – beispielsweise Weidegänse fachgerecht einfrieren, anstatt sie bis kurz vor den Feiertagen auf der Weide zu halten.
Auffälligkeiten sofort melden
Warnzeichen einer Infizierung sind insbesondere plötzliche Todesfälle, Atemnot, eine deutlich verringerte Futter- und Wasseraufnahme sowie ein starker Rückgang der Legeleistung. Bei Verdacht auf Geflügelpest ist unverzüglich die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde beziehungsweise deren Amtstierärztin oder Amtstierarzt zu verständigen.
Auch atypische Geflügelpest beachten
Neben der Vogelgrippe ist auch die Newcastle Disease („atypische Geflügelpest“) eine Gefahr für Geflügelbestände. Sie wird durch einen anderen Erreger verursacht, ist ebenfalls hochansteckend und kann zu hohen Tierverlusten führen. In Europa wurden zuletzt vermehrt Ausbrüche gemeldet. Die Krankheitszeichen ähneln jenen der Vogelgrippe. Im Gegensatz zur Vogelgrippe ist aber eine vorbeugende Impfung verfügbar. Vor dem Hintergrund der aktuellen Seuchenlage wird daher empfohlen, die Impfung gegen die Newcastle Disease durchzuführen, um den eigenen Geflügelbestand bestmöglich zu schützen. Das gilt auch für Kleingeflügelhaltungen! Besprechen Sie geeignete Impfmaßnahmen mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt.
Hygienebroschüre zum Download
Praktische Hinweise zur Reinigung, Desinfektion und zum Schutz vor der Einschleppung von Krankheitserregern bietet die kostenlose Broschüre „Biosicherheit beim Geflügel“ der Landwirtschaftskammer.
Hygienebroschüre „Biosicherheit beim Geflügel“ herunterladen (PDF)
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Aktuelle Informationen zur Seuchenlage und zu geltenden Maßnahmen finden Sie auf der Homepage des Land NÖ - siehe untenstehnde Links.