21. Grünland- und Viehwirtschaftstag
Nach der Eröffnung und Begrüßung durch Kammerobmann Thomas Handler beschrieb Fachlehrer Günther Kodym in seinem spannenden Referat, mit welchen Strategien man im Grünland auf die immer häufiger werdenden extremen Wetterereignisse reagieren kann.
Zunächst spielt die Nutzungshäufigkeit eine entscheidende Rolle. Nach dem Motto „Weniger ist manchmal mehr!“ kann eine Verringerung der Anzahl der Schnitte bzw. die Umstellung von einer intensiven Standweide zu einer besser geeigneten Koppelweide den Pflanzenbestand kräftigen und den Wasserhaushalt stabilisieren.
Bei der Bestandesführung müssen unbedingt Lückenbildungen vermieden werden. Genaue Beobachtung und regelmäßige Nachsaaten sind das Gebot der Stunde. Dazu werden auch laufend neue Gräsermischungen entwickelt und am Markt angeboten.
Kodym sprach sich auch dafür aus, einen bestimmten Anteil an Kräutern im Grünland zuzulassen, da diese aufgrund ihres ausgeprägten Wurzelsystems die Bodenstruktur positiv beeinflussen und darüber hinaus auch in trockenen Zeiten Ertrag bringen.
Und schließlich trägt der Landwirt mit ordentlich gewarteten und regelmäßig geschärften Schneidwerkzeugen dazu bei, dass sich die Pflanzen nach der Mahd wieder schnell regenerieren und ihr Wachstum nicht unnötig beeinträchtigt ist.
Fazit: es gibt zwar kein Allheilmittel gegen Trockenheit und Extremwetterereignisse, aber man kann an mehreren Stellschrauben drehen, um auch unter geänderten Klimabedingungen weiterhin ausreichend und qualitativ hochwertiges Grundfutter erzeugen zu können.
Peter Waldherr ging in seinem Vortrag auf die hochtechnologisierte Ampferbekämpfung ein, die er in seiner Tätigkeit bei der RWA anbietet. Das sogenannte „Spotspraying“ bezeichnet das Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln (PSM) mittels Einzeldüsenschaltung. Dazu erfasst zunächst ein vorgelagertes Kamerasystem während der Fahrt den zu bearbeitenden Pflanzenbestand. Ein KI-gesteuertes Programm erkennt in Sekundenbruchteilen die Schadpflanzen und steuert in weiterer Folge die entsprechenden Düsen, die dann das PSM punktgenau applizieren. Mit dieser Methode ist somit eine Einzelpflanzenbehandlung möglich. Spotspraying findet derzeit vor allem in Ackerkulturen vielfältige Anwendung, ist aber natürlich auch im Grünland einsetzbar.
Peter Herzog ist wie Waldherr ebenfalls im Agro Innovation Lab der RWA Korneuburg angestellt. Er stellte die Drohnensaat vor. Dabei werden mittels eigens adaptierter Drohnen Sämereien und Saatgut gleichmäßig ausgebracht. Mit dieser Methode kann man auch in schwierigem Gelände, wo eine Aussaat mit herkömmlicher Technik nicht oder nur schwer möglich ist, gute Streubilder erreichen und überdies Bodenschäden minimieren.
Zu diesem Vortrag konnte anschließend Hans Leeb, Landwirt aus Feistritz, seine eigenen positiven Erfahrungen beisteuern.
Wie beim Grünlandtag üblich, hatte auch heuer das letzte Referat nichts mit dem thematischen Motto des Tages zu tun. Wobei es sich diesmal um einen speziellen zweiteiligen Beitrag unter dem Titel „Landwirtschaft erklären ist nicht möglich! Oder doch?“ handelte, der von Bernadette und Josef Brandstetter aus Zöbern und Corinna Büchner aus Seebenstein gemeinsam gestaltet wurde.
Die Brandstetters betreiben einen Milchviehbetrieb und haben sich vor einigen Jahren mit Schule am Bauernhof und Kindergeburtstagsfesten ein weiteres wirtschaftliches Standbein geschaffen. Sie erzählten dem Publikum von den vielfältigen Erlebnissen mit Kindern, Lehrern und Eltern, die durch den Besuch am Spanblocherhof oftmals das erste Mal mit echter Landwirtschaft und Nutztierhaltung im Stall in Berührung kommen.
Auf ganz andere Weise erreicht Corinna Büchner die Menschen, nämlich über social media. Sie stellt als „Farmfluencerin“ unterhaltsame Kurzvideos von ihrem Alltag und den aktuellen Geschehnissen am Bauernhof her, die dann auf Instagram & Co von ihren Followern angesehen werden können. Mit einem solchen, eigens für den Grünlandtag produzierten, „reel“ präsentierte sie sich und ihre Arbeit auch den ca. 80 interessierten Zuhörer:innen.
In der abschließenden angeregten Diskussion kamen viele Fragen aus dem Publikum, die von den drei Vortragenden gerne beantwortet wurden.
Lagerhausobmann Peter Stangl fasste den informativen Vormittag nochmals zusammen und konnte zum Schluss alle Teilnehmenden zu einem köstlichen Gratis-Gulasch, das die Schulküche dankenswerterweise gekocht hatte, einladen.
Zunächst spielt die Nutzungshäufigkeit eine entscheidende Rolle. Nach dem Motto „Weniger ist manchmal mehr!“ kann eine Verringerung der Anzahl der Schnitte bzw. die Umstellung von einer intensiven Standweide zu einer besser geeigneten Koppelweide den Pflanzenbestand kräftigen und den Wasserhaushalt stabilisieren.
Bei der Bestandesführung müssen unbedingt Lückenbildungen vermieden werden. Genaue Beobachtung und regelmäßige Nachsaaten sind das Gebot der Stunde. Dazu werden auch laufend neue Gräsermischungen entwickelt und am Markt angeboten.
Kodym sprach sich auch dafür aus, einen bestimmten Anteil an Kräutern im Grünland zuzulassen, da diese aufgrund ihres ausgeprägten Wurzelsystems die Bodenstruktur positiv beeinflussen und darüber hinaus auch in trockenen Zeiten Ertrag bringen.
Und schließlich trägt der Landwirt mit ordentlich gewarteten und regelmäßig geschärften Schneidwerkzeugen dazu bei, dass sich die Pflanzen nach der Mahd wieder schnell regenerieren und ihr Wachstum nicht unnötig beeinträchtigt ist.
Fazit: es gibt zwar kein Allheilmittel gegen Trockenheit und Extremwetterereignisse, aber man kann an mehreren Stellschrauben drehen, um auch unter geänderten Klimabedingungen weiterhin ausreichend und qualitativ hochwertiges Grundfutter erzeugen zu können.
Peter Waldherr ging in seinem Vortrag auf die hochtechnologisierte Ampferbekämpfung ein, die er in seiner Tätigkeit bei der RWA anbietet. Das sogenannte „Spotspraying“ bezeichnet das Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln (PSM) mittels Einzeldüsenschaltung. Dazu erfasst zunächst ein vorgelagertes Kamerasystem während der Fahrt den zu bearbeitenden Pflanzenbestand. Ein KI-gesteuertes Programm erkennt in Sekundenbruchteilen die Schadpflanzen und steuert in weiterer Folge die entsprechenden Düsen, die dann das PSM punktgenau applizieren. Mit dieser Methode ist somit eine Einzelpflanzenbehandlung möglich. Spotspraying findet derzeit vor allem in Ackerkulturen vielfältige Anwendung, ist aber natürlich auch im Grünland einsetzbar.
Peter Herzog ist wie Waldherr ebenfalls im Agro Innovation Lab der RWA Korneuburg angestellt. Er stellte die Drohnensaat vor. Dabei werden mittels eigens adaptierter Drohnen Sämereien und Saatgut gleichmäßig ausgebracht. Mit dieser Methode kann man auch in schwierigem Gelände, wo eine Aussaat mit herkömmlicher Technik nicht oder nur schwer möglich ist, gute Streubilder erreichen und überdies Bodenschäden minimieren.
Zu diesem Vortrag konnte anschließend Hans Leeb, Landwirt aus Feistritz, seine eigenen positiven Erfahrungen beisteuern.
Wie beim Grünlandtag üblich, hatte auch heuer das letzte Referat nichts mit dem thematischen Motto des Tages zu tun. Wobei es sich diesmal um einen speziellen zweiteiligen Beitrag unter dem Titel „Landwirtschaft erklären ist nicht möglich! Oder doch?“ handelte, der von Bernadette und Josef Brandstetter aus Zöbern und Corinna Büchner aus Seebenstein gemeinsam gestaltet wurde.
Die Brandstetters betreiben einen Milchviehbetrieb und haben sich vor einigen Jahren mit Schule am Bauernhof und Kindergeburtstagsfesten ein weiteres wirtschaftliches Standbein geschaffen. Sie erzählten dem Publikum von den vielfältigen Erlebnissen mit Kindern, Lehrern und Eltern, die durch den Besuch am Spanblocherhof oftmals das erste Mal mit echter Landwirtschaft und Nutztierhaltung im Stall in Berührung kommen.
Auf ganz andere Weise erreicht Corinna Büchner die Menschen, nämlich über social media. Sie stellt als „Farmfluencerin“ unterhaltsame Kurzvideos von ihrem Alltag und den aktuellen Geschehnissen am Bauernhof her, die dann auf Instagram & Co von ihren Followern angesehen werden können. Mit einem solchen, eigens für den Grünlandtag produzierten, „reel“ präsentierte sie sich und ihre Arbeit auch den ca. 80 interessierten Zuhörer:innen.
In der abschließenden angeregten Diskussion kamen viele Fragen aus dem Publikum, die von den drei Vortragenden gerne beantwortet wurden.
Lagerhausobmann Peter Stangl fasste den informativen Vormittag nochmals zusammen und konnte zum Schluss alle Teilnehmenden zu einem köstlichen Gratis-Gulasch, das die Schulküche dankenswerterweise gekocht hatte, einladen.