Salmonidenproduktion im Nebenerwerb: Wie Beratung bei der Fördereinreichung unterstützt
Im Interview mit Carina und Martin Bergthaler, Pächter einer Durchflussanlage zur Produktion von Salmoniden in Oberösterreich, erfährt man mehr zu ihren Erfahrungen mit der Aquakultur Förderberatung.
Familie Bergthaler, was genau hat sie dazu veranlasst, eine Förderung durch den Europäischer Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds (EMFAF) 2021-2027 zu beantragen?
Die alten betonierten Fließkanäle hatten ausgedient. Sie waren bereits sanierungsbedürftig und in einem sehr schlechten Zustand. Somit beschlossen wir, die Schwachstellen der Anlage zu prüfen, um eine erste Kostenschätzung vorzunehmen. Im Endeffekt stellte sich heraus, dass der Großteil der Fließkanalanlage erneuert werden muss.
Die alten betonierten Fließkanäle hatten ausgedient. Sie waren bereits sanierungsbedürftig und in einem sehr schlechten Zustand. Somit beschlossen wir, die Schwachstellen der Anlage zu prüfen, um eine erste Kostenschätzung vorzunehmen. Im Endeffekt stellte sich heraus, dass der Großteil der Fließkanalanlage erneuert werden muss.
Wie kam es zu dem Entschluss, die Aquakultur Förderberatung in Anspruch zu nehmen?
Zuerst stellten wir fest, dass die Einreichung beim EMFAF doch mehr Zeit in Anspruch nimmt als zuvor gedacht. Zeit, die wir für die Bewirtschaftung unseres Betriebes brauchten. Unsere erste Anlaufstelle war die Landwirtschaftskammer Oberösterreich, durch sie wurden wir an den richtigen Fachberater, Benedikt Berger, österreichweiter Berater für Aquakultur vermittelt.
Zuerst stellten wir fest, dass die Einreichung beim EMFAF doch mehr Zeit in Anspruch nimmt als zuvor gedacht. Zeit, die wir für die Bewirtschaftung unseres Betriebes brauchten. Unsere erste Anlaufstelle war die Landwirtschaftskammer Oberösterreich, durch sie wurden wir an den richtigen Fachberater, Benedikt Berger, österreichweiter Berater für Aquakultur vermittelt.
Wie war der Erstkontakt mit Benedikt Berger?
Im ersten Beratungsgespräch wurde geprüft, welche Fördermöglichkeiten im Rahmen des EMFAF für unser Vorhaben infrage kommen. Die maßgeschneiderte Ermittlung der förderbaren und der nicht förderbaren Kosten unseres Projektes durch Benedikt Berger hat uns weitergeholfen und eine erste und vor allem fundierte Entscheidungsgrundlage ermöglicht. Nachdem klar war, dass der Bau der Fließkanäle samt den Baggerarbeiten, Betonierarbeiten und der Verrohrung förderbar sind, unsere Kosten über der Mindestinvestitionssumme von 10 000 € lagen und auch der Fördersatz von 30% für uns gepasst hat, entschlossen wir uns, die Förderung einzureichen. Man sollte aber ein Projekt finanziell so planen, dass die Förderung am Ende lediglich ein „Zuckerl“ darstellt.
Im ersten Beratungsgespräch wurde geprüft, welche Fördermöglichkeiten im Rahmen des EMFAF für unser Vorhaben infrage kommen. Die maßgeschneiderte Ermittlung der förderbaren und der nicht förderbaren Kosten unseres Projektes durch Benedikt Berger hat uns weitergeholfen und eine erste und vor allem fundierte Entscheidungsgrundlage ermöglicht. Nachdem klar war, dass der Bau der Fließkanäle samt den Baggerarbeiten, Betonierarbeiten und der Verrohrung förderbar sind, unsere Kosten über der Mindestinvestitionssumme von 10 000 € lagen und auch der Fördersatz von 30% für uns gepasst hat, entschlossen wir uns, die Förderung einzureichen. Man sollte aber ein Projekt finanziell so planen, dass die Förderung am Ende lediglich ein „Zuckerl“ darstellt.
Wie war der weitere Verlauf in der Beratung?
Im weiteren Verlauf wurden wir über die weiteren Schritte der Beratung aufgeklärt. Die Beratung umfasst kurz gesagt die Unterstützung vom Zeitpunkt der Antragstellung bis zur Abgabe eines vollständigen Antrages bei der Förderstelle. In diesem Prozess wurden wir im ersten Schritt beim Ausfüllen des Antragsformulars unterstützt. Wir sind aus einem guten Grund frühzeitig an Hrn. Berger herangetreten, denn wir wussten bereits aus der Förderbroschüre zum EMFAF, dass anrechenbare Kosten jene Kosten sind, die zeitlich ab der Antragstellung und vor Ablauf der bewilligten Projektdauer entstehen. Einzig Planungs- und Beratungskosten werden bis zu sechs Monate vor diesem Datum anerkannt. Kurz gesagt: Die Umsetzung stand kurz bevor und damit auch die ersten Kosten, somit musste vorab der Antrag bei der Förderstelle abgegeben werden. Uns war bewusst, dass die Umsetzung vor der Förderzusage auf unserem eigenen wirtschaftlichen Risiko basierte. Dennoch entschieden wir uns für die Einreichung, um die Chancen auf eine finanzielle Entlastung nicht auszuschließen. Nach der Einreichung des Förderantrages kam es zum nächsten wichtigen Schritt, der Vervollständigung des Antrages. Auch hier war uns die Beratung sehr wichtig, um den Überblick zu bewahren, denn ein Vollantrag kann sehr umfangreich sein. Er besteht in groben Zügen aus der Projektkostenaufstellung, der Projektbeschreibung, dem Qualifikationsnachweis und weiteren Unterlagen, die je nach Vorhaben und Projektkosten unterschiedlich sein können. Durch die Beratung bekamen wir eine Liste mit den Unterlagen, die in unserem Fall für einen Vollantrag abzugeben waren. Diese waren sehr hilfreich!
Im weiteren Verlauf wurden wir über die weiteren Schritte der Beratung aufgeklärt. Die Beratung umfasst kurz gesagt die Unterstützung vom Zeitpunkt der Antragstellung bis zur Abgabe eines vollständigen Antrages bei der Förderstelle. In diesem Prozess wurden wir im ersten Schritt beim Ausfüllen des Antragsformulars unterstützt. Wir sind aus einem guten Grund frühzeitig an Hrn. Berger herangetreten, denn wir wussten bereits aus der Förderbroschüre zum EMFAF, dass anrechenbare Kosten jene Kosten sind, die zeitlich ab der Antragstellung und vor Ablauf der bewilligten Projektdauer entstehen. Einzig Planungs- und Beratungskosten werden bis zu sechs Monate vor diesem Datum anerkannt. Kurz gesagt: Die Umsetzung stand kurz bevor und damit auch die ersten Kosten, somit musste vorab der Antrag bei der Förderstelle abgegeben werden. Uns war bewusst, dass die Umsetzung vor der Förderzusage auf unserem eigenen wirtschaftlichen Risiko basierte. Dennoch entschieden wir uns für die Einreichung, um die Chancen auf eine finanzielle Entlastung nicht auszuschließen. Nach der Einreichung des Förderantrages kam es zum nächsten wichtigen Schritt, der Vervollständigung des Antrages. Auch hier war uns die Beratung sehr wichtig, um den Überblick zu bewahren, denn ein Vollantrag kann sehr umfangreich sein. Er besteht in groben Zügen aus der Projektkostenaufstellung, der Projektbeschreibung, dem Qualifikationsnachweis und weiteren Unterlagen, die je nach Vorhaben und Projektkosten unterschiedlich sein können. Durch die Beratung bekamen wir eine Liste mit den Unterlagen, die in unserem Fall für einen Vollantrag abzugeben waren. Diese waren sehr hilfreich!
Wurden Sie auch bei der Erstellung der Projektbeschreibung begleitet?
Ja, wir wurden auch bei der Erstellung der Projektbeschreibung unterstützt, da sie eine wichtige Unterlage zur Sammlung von Punkten im Auswahlverfahren darstellt. Je mehr Punkte, desto besser! Nachdem wir unsere Projektbeschreibung fertigstellten, zeigte uns Benedikt Berger die Auswahlkriterien auf, die zu unserem Projekt passten. So konnten wir aus unserer Projektbeschreibung das Beste herausholen.
Ja, wir wurden auch bei der Erstellung der Projektbeschreibung unterstützt, da sie eine wichtige Unterlage zur Sammlung von Punkten im Auswahlverfahren darstellt. Je mehr Punkte, desto besser! Nachdem wir unsere Projektbeschreibung fertigstellten, zeigte uns Benedikt Berger die Auswahlkriterien auf, die zu unserem Projekt passten. So konnten wir aus unserer Projektbeschreibung das Beste herausholen.
Wie war die Kommunikation bei der Beratung?
Für die größeren Dinge wie das Befüllen des Antragsformulars oder bei der Unterstützung der Projektbeschreibung nutzten wir Onlinemeetings. Das hat uns viel Zeit für Wege gespart. Zeit, die wir wieder für die Umsetzung nutzen konnten. Wir wurden zudem darauf hingewiesen, dass die Beratung bei Bedarf vor Ort beziehungsweise in einer der Dienststellen der Landwirtschaftskammer durchgeführt werden kann. Ein Angebot, das bestimmt wichtig ist, wenn man keinen Internetzugang hat. Kleinere Fragen konnten wir schnell telefonisch klären. Wenn es nötig war, konnten wir zur Überprüfung Unterlagen per E-Mail an Benedikt Berger senden.
Für die größeren Dinge wie das Befüllen des Antragsformulars oder bei der Unterstützung der Projektbeschreibung nutzten wir Onlinemeetings. Das hat uns viel Zeit für Wege gespart. Zeit, die wir wieder für die Umsetzung nutzen konnten. Wir wurden zudem darauf hingewiesen, dass die Beratung bei Bedarf vor Ort beziehungsweise in einer der Dienststellen der Landwirtschaftskammer durchgeführt werden kann. Ein Angebot, das bestimmt wichtig ist, wenn man keinen Internetzugang hat. Kleinere Fragen konnten wir schnell telefonisch klären. Wenn es nötig war, konnten wir zur Überprüfung Unterlagen per E-Mail an Benedikt Berger senden.
Welche Einreichunterlagen mussten Sie abgeben?
Unsere Projektkosten für den Bau der beiden Fließkanäle samt den Baggerarbeiten, Betonierarbeiten und der Verrohrung lagen unter 50 000 € netto, somit war der Vollantrag weniger umfangreich. Er umfasste neben dem Antragsformular die Projektkostenaufstellung samt den Angeboten, die Projektbeschreibung, den Qualifikationsnachweis, einen bestehenden Vertrag mit einem Betreuungstierarzt bzw. Betreuungstierärztin oder eine TGD-Mitgliedschaft. Da wir bauliche Maßnahmen umsetzten, mussten wir zusätzlich alle relevanten Genehmigungen unserer Anlage abgeben. Diese umfassten die Bauanzeige, den Baubescheid und die Baupläne, sowie die wasserrechtliche und naturschutzrechtliche Bewilligung. Durch die Beratung konnten wir die Unterlagen vollständig und fristgerecht bei der Förderstelle abgeben.
Unsere Projektkosten für den Bau der beiden Fließkanäle samt den Baggerarbeiten, Betonierarbeiten und der Verrohrung lagen unter 50 000 € netto, somit war der Vollantrag weniger umfangreich. Er umfasste neben dem Antragsformular die Projektkostenaufstellung samt den Angeboten, die Projektbeschreibung, den Qualifikationsnachweis, einen bestehenden Vertrag mit einem Betreuungstierarzt bzw. Betreuungstierärztin oder eine TGD-Mitgliedschaft. Da wir bauliche Maßnahmen umsetzten, mussten wir zusätzlich alle relevanten Genehmigungen unserer Anlage abgeben. Diese umfassten die Bauanzeige, den Baubescheid und die Baupläne, sowie die wasserrechtliche und naturschutzrechtliche Bewilligung. Durch die Beratung konnten wir die Unterlagen vollständig und fristgerecht bei der Förderstelle abgeben.
Was würden Sie anderen Förderwerbern raten?
Auf jeden Fall genügend Zeit für die Fördereinreichung einplanen. Vor allem die Einholung der Angebote stellte sich als langwieriger Prozess dar. Ein weiterer Zeitfresser sind die Bewilligungen, die man für den Betrieb der Anlage, aber auch für den Vollantrag beim EMFAF benötigt. Jedenfalls bot uns die Förderberatung eine gute Entscheidungsgrundlage und hat dabei geholfen, den bürokratischen Aufwand und den Stress bei der Einreichung der Förderung zu verringern.
Auf jeden Fall genügend Zeit für die Fördereinreichung einplanen. Vor allem die Einholung der Angebote stellte sich als langwieriger Prozess dar. Ein weiterer Zeitfresser sind die Bewilligungen, die man für den Betrieb der Anlage, aber auch für den Vollantrag beim EMFAF benötigt. Jedenfalls bot uns die Förderberatung eine gute Entscheidungsgrundlage und hat dabei geholfen, den bürokratischen Aufwand und den Stress bei der Einreichung der Förderung zu verringern.
Betriebsspiegel:
Standort des Betriebs: Traunkirchen beim Traunsee, Oberösterreich
Betriebszweige:
Standort des Betriebs: Traunkirchen beim Traunsee, Oberösterreich
Betriebszweige:
- Legehennenhaltung
- Pferdehaltung
- Fischproduktion
- Gastronomie
- Einzelkund:innen
- regionaler Lebensmitteleinzelhandel
- Eigener Hofladen mit Regenbogenforellen, Saiblingen, Eiern, Edelbränden, Nudeln
- Bauernmarkt
Anlagenspiegel:
Maße der beiden Fließkanäle: 14m mal 4,7m
Wasserverfügbarkeit: 25 Sekundenliter Quellwasser
Jahresproduktionskapazität: 2 Tonnen
Produzierte Fischarten: Regenbogenforelle und Saibling
Bruthaus mit Quellversorgung
Maße der beiden Fließkanäle: 14m mal 4,7m
Wasserverfügbarkeit: 25 Sekundenliter Quellwasser
Jahresproduktionskapazität: 2 Tonnen
Produzierte Fischarten: Regenbogenforelle und Saibling
Bruthaus mit Quellversorgung
Details zur Fördereinreichung der Familie Bergthaler im EMFAF:
- Antragsformular FA4, Produktive Investitionen in die Aquakultur (Neubau einer Fließkanalanlage zur Produktion von Forellenartigen
- Projektkosten: Unter 50 000 € netto
Hilfreiche Links:
- Hilfestellung bei der Beantragung von Fördermitteln, Broschüre EMFAF 2021-2027
- Aquakultur Förderberatungsangebot für alle Bundesländer
Veranstaltungstipp:
Einstieg in die bäuerliche Fischproduktion
Termin: 22. September 2026 von 9-17 Uhr
Veranstaltungsort: Landgasthaus Scheiber, St. Leonhardstraße 2, 9571 Albeck in Kärnten
Teilnahmebeitrag: € 55 Teilnahmebeitrag gefördert für alle Personen
Termin: 22. September 2026 von 9-17 Uhr
Veranstaltungsort: Landgasthaus Scheiber, St. Leonhardstraße 2, 9571 Albeck in Kärnten
Teilnahmebeitrag: € 55 Teilnahmebeitrag gefördert für alle Personen