Importstopp für Brasilien
Hintergrund der Importsperre ist das Wirksamwerden neuer Antibiotikavorgaben für alle Drittstaatenimporte am 3. September durch die Novelle der EU-Tierarzneimittelverordnung. Die Europäische Union erlaubt die Einfuhr tierischer (wie auch pflanzlicher) Erzeugnisse nur mehr, wenn in der EU-verbotenen Wirkstoffe (z.B. Antibiotika zur Wachstumsförderung) nicht eingesetzt wurden. Alle Drittstaaten müssen über verlässliche staatliche Kontroll- und Rückverfolgbarkeitssysteme nachweisen, dass diese Vorgaben, durch die auch Entstehung von Antibiotikaresistenzen verhindert werden soll, über die gesamte Produktionskette eingehalten werden. Fehlen ausreichende Garantien, wird der Marktzugang für Produkte von Rindern, Pferde(artige)n, Geflügel (inkl. Eier), Aquakulturen sowie Honig ausgesetzt.
Während Brasilien für Geflügelfleisch und Honig Nachweise für einen regelgerechten Antibiotikaeinsatz eingereicht hat und diese derzeit von der EU geprüft werden, fehlen sie für Rindfleisch weiterhin. Gerade die Rindfleischproduktion ist aber mit einer langen Vorlaufzeit verbunden, denn Masttiere werden in der Regel erst mit zwei Jahren geschlachtet. Daher wird in diesem Sektor nicht mit einer raschen Aufhebung des Importbanns gerechnet. Exporte können erst wieder aufgenommen werden, wenn die erforderlichen Nachweise erbracht und von der Europäischen Kommission anerkannt wurden.
Brasilien hat seit 2025 - schon vor Inkrafttreten des Mercosur-Abkommens Anfang Mai 2026 - seine Rindfleischimporte in die EU erheblich gesteigert. Im ersten Halbjahr 2026 entfielen 30% aller EU-Rindfleischeinfuhren auf Brasilien. Nicht vom Importstopp betroffen sind die Mercosur-Staaten Argentinien, Uruguay und Paraguay. Daher könnten die im Mercosur-Abkommen vereinbarten 99.000 t Rindfleischimporte in die EU zu ermäßigtem Zollsatz zumindest zum Teil von ihnen kompensiert werden. Allerdings liegt das Preisniveau für Rindfleisch in diesen Ländern deutlich über jenem von brasilianischer Ware (zuletzt um 25%). Durch die neue Importregelung wird ab November mit positiven Effekten auf den Rindfleischmarkt gerechnet.
Während Brasilien für Geflügelfleisch und Honig Nachweise für einen regelgerechten Antibiotikaeinsatz eingereicht hat und diese derzeit von der EU geprüft werden, fehlen sie für Rindfleisch weiterhin. Gerade die Rindfleischproduktion ist aber mit einer langen Vorlaufzeit verbunden, denn Masttiere werden in der Regel erst mit zwei Jahren geschlachtet. Daher wird in diesem Sektor nicht mit einer raschen Aufhebung des Importbanns gerechnet. Exporte können erst wieder aufgenommen werden, wenn die erforderlichen Nachweise erbracht und von der Europäischen Kommission anerkannt wurden.
Brasilien hat seit 2025 - schon vor Inkrafttreten des Mercosur-Abkommens Anfang Mai 2026 - seine Rindfleischimporte in die EU erheblich gesteigert. Im ersten Halbjahr 2026 entfielen 30% aller EU-Rindfleischeinfuhren auf Brasilien. Nicht vom Importstopp betroffen sind die Mercosur-Staaten Argentinien, Uruguay und Paraguay. Daher könnten die im Mercosur-Abkommen vereinbarten 99.000 t Rindfleischimporte in die EU zu ermäßigtem Zollsatz zumindest zum Teil von ihnen kompensiert werden. Allerdings liegt das Preisniveau für Rindfleisch in diesen Ländern deutlich über jenem von brasilianischer Ware (zuletzt um 25%). Durch die neue Importregelung wird ab November mit positiven Effekten auf den Rindfleischmarkt gerechnet.