7 Storytelling-Tipps, mit denen Höfe Herzen gewinnen und Kundschaft binden
1. Starten Sie nicht beim Produkt – starten Sie beim Menschen
Menschen kaufen von Menschen. Beginne deine Geschichte nicht mit „Wir verkaufen Bio-Kartoffeln“, sondern mit einem Moment, herausgegriffen aus deinem Arbeitstag: Es ist früh am Morgen. Der Hof liegt noch im Nebel, der erste Kaffee dampft. Für mich die perfekte Zeit, um in den Stall zu gehen.
Zeigen Sie, wer hinter den Produkten steht: Bäuerinnen, Bauern, Familienmitglieder, Mitarbeitende. Was treibt alle Beteiligten an? Warum machen sie genau diese Arbeit – trotz Wetter, Preisdruck und langer Tage?
Tipp: Ein kurzes Zitat („Warum ich jeden Tag um 5 Uhr aufstehe…“) wirkt oft stärker als lange Erklärungen.
2. Erzählen Sie von Herausforderungen – nicht nur von Erfolgen
Perfektion wirkt glatt, aber unglaubwürdig. Echte Geschichten zeigen auch Brüche: Trockenjahre, Umstellungen im Betrieb, Zweifel bei neuen Wegen. Gerade diese Momente schaffen Nähe. So wird aus einem Produkt eine Abenteuerreise.
Frage für Ihre Story: Welche Entscheidung war für unseren Betrieb besonders mutig – und warum hat sie sich gelohnt?
3. Machen Sie Werte sichtbar – durch Handlungen
„Nachhaltig“, „regional“ oder „tiergerecht“ sind starke Worte, aber sie bleiben abstrakt. Übersetze sie in konkrete Bilder:
- Wie sieht Tierwohl im Alltag aus?
- Was bedeutet Regionalität auf dem Feld oder im Stall?
- Welche kleine Veränderung hat euren Betrieb messbar nachhaltiger gemacht?
Tipp: Zahlen helfen beim Einordnen – Geschichten geben ihnen Bedeutung.
Zum Beispiel: „Seit drei Jahren sparen wir durch neue Anbauweisen jährlich X Liter Wasser.“
4. Nutzen Sie die Kraft der Generationen
5. Zeigen Sie den Weg vom Feld bis zum Teller
Konsumentinnen und Konsumenten wollen verstehen, was zwischen Saat und Einkauf passiert. Nehmen Sie sie mit:
vom ersten Arbeitsschritt
über Entscheidungen im Prozess
bis zum fertigen Produkt
Tipp: Nutzen Sie einfache Sprache.
6. Regionalität ist mehr als ein Ortsschild
Diese Faktoren prägen Ihr Produkte und geben ihm Charakter. Genau darin steckt Einzigartigkeit.
Frage für Ihre Story: Was gäbe es auf unserem Hof nicht, wenn er woanders stünde?
7. Lassen Sie die Geschichte offen und laden Sie ein
Gute Stories enden nicht mit einem Punkt, sondern mit einer Einladung:
- zum Hofbesuch
- zum Weiterlesen
- zum Mitdenken
- oder ganz einfach zum Probieren