Wintergemüse bietet der Landwirtschaft neue Chancen
Bislang stammt der Großteil der Wintergemüse-Angebote aus Importen. Jedoch wird frische, regionale Winterware zunehmend nachgefragt. Der heimische Anbau kann diese Lücke schließen und die Ernährungssouveränität stärken.
Für die Gemüsebaubetriebe ergeben sich wirtschaftliche Vorteile: Wintergemüse glättet Arbeitsspitzen und schafft Kontinuität in der Vermarktung. Aufbauende Tätigkeiten verlagern sich in die Sommer- und Herbstmonate, im Winter überwiegen Erntearbeit und Pflege. Betriebe profitieren von geringerem Konkurrenzdruck, stabilen Preisen und effizienter Flächennutzung. Gleichzeitig wird das Klima geschont, da Wintergemüse in Österreich ohne Heizung produziert wird - im Freiland oder im ungeheizten Schutzsystem.
Für die Gemüsebaubetriebe ergeben sich wirtschaftliche Vorteile: Wintergemüse glättet Arbeitsspitzen und schafft Kontinuität in der Vermarktung. Aufbauende Tätigkeiten verlagern sich in die Sommer- und Herbstmonate, im Winter überwiegen Erntearbeit und Pflege. Betriebe profitieren von geringerem Konkurrenzdruck, stabilen Preisen und effizienter Flächennutzung. Gleichzeitig wird das Klima geschont, da Wintergemüse in Österreich ohne Heizung produziert wird - im Freiland oder im ungeheizten Schutzsystem.
Große Vielfalt an Wintergemüse
Besonders für den Winteranbau geeignet sind:
- Blatt- und Kohlgemüse wie Grünkohl, Wirsing, Pak Choi, Spinat oder Batavia-Typen. Viele profitieren sensorisch vom Frost - Zucker wirkt wie ein natürlicher Frostschutz und mildert Bitterstoffe.
- Wurzel- und Knollengemüse wie Pastinaken, Karotten, Rote Rüben, Schwarzwurzeln oder Topinambur. Sie bleiben lange im Boden konserviert oder lassen sich gut lagern.
- Wintersalate wie Vogerlsalat, Winterportulak, Winterbutterkopf oder Asia-Salate, die auch im ungeheizten Folientunnel sicher kultivierbar sind
Timing beim Anbau entscheidend
Für den erfolgreichen Anbau von Wintergemüse ist das richtige Timing entscheidend. Die wichtigste Stellschraube ist dabei der Aussaatzeitpunkt im Spätsommer bis Frühherbst. Kulturen müssen bis Ende Oktober ca. 70% der Biomasse aufgebaut haben, da das Wachstum im Dezember und Jänner stark zurückgeht. Zudem benötigt Wintergemüse passende Standorte: Die Böden sollten locker und gut drainiert sein, sodass das Pilzrisiko durch Staunässe reduziert wird. Beim Anbau sorgen Mulchschichten zur Stabilisierung der Bodentemperatur und angepasste Pflanzabstände für eine optimale Lichtnutzung. Für robuste Kulturen reicht das Freiland. Empfindlichere Arten benötigen Vlies, Folientunnel oder ungeheizte Glashäuser. Wichtig ist eine gute Belüftung, da hohe Luftfeuchtigkeit das Schimmelrisiko erhöht.
“Winterfrischgemüse“ ist sowohl in der Direktvermarktung als auch in der Gastronomie und im Lebensmitteleinzelhandel ein starkes Verkaufsargument. Abokisten und Hofläden profitieren von einem durchgehenden Sortiment, das die Kundenbindung stärkt. Regionale Menüs im Winter setzen zunehmend auf Blattkohle, Topinambur oder Pastinaken.
Weitere Infos: Beim Webinar “Ideenacker 20“ berichteten drei Betriebe über ihre Erfahrungen mit Wintergemüseproduktion (Grand farm aus Niederösterreich, der Vielfaltshof Zetmau aus Kärnten und der Gemüsehof Voggeneder aus Oberösterreich).
“Winterfrischgemüse“ ist sowohl in der Direktvermarktung als auch in der Gastronomie und im Lebensmitteleinzelhandel ein starkes Verkaufsargument. Abokisten und Hofläden profitieren von einem durchgehenden Sortiment, das die Kundenbindung stärkt. Regionale Menüs im Winter setzen zunehmend auf Blattkohle, Topinambur oder Pastinaken.
Weitere Infos: Beim Webinar “Ideenacker 20“ berichteten drei Betriebe über ihre Erfahrungen mit Wintergemüseproduktion (Grand farm aus Niederösterreich, der Vielfaltshof Zetmau aus Kärnten und der Gemüsehof Voggeneder aus Oberösterreich).
Nächster Ideenacker “From Nose to Tail“
Das kostenlose Webinar Ideenacker geht am Di, 28. April, mit dem Thema “From Nose to Tail: Neue Wertschöpfungspotenziale für Landwirt:innen“ in die 21. Runde. Von 19.30 - 20.45 Uhr berichten der Biohof Kleinrath aus Niederösterreich, der Biohof Krautgartner aus der Steiermark und Gorfer Natur Gourmet aus Oberösterreich über ihre Erfahrungen.
Anmeldung erforderlich unter oe.lfi.at/ideenacker-21.
Anmeldung erforderlich unter oe.lfi.at/ideenacker-21.