Diversifizierung als Chance für die Landwirtschaft

Diversifizierung als Begriff
Für welche Menschen passt Diversifizierung?
Das Ergebnis ist eindeutig: Es braucht zu allererst Begeisterung, eigene Fähigkeiten, Kontaktfreudigkeit, Ausdauer sowie Zusammenhalt in der Familie. Dahinter folgen unternehmerische Kompetenzen und rechtliches Wissen. Somit müssen vor einem möglichen Einstieg folgende Fragen beantwortet werden:
- Bin ich von einer Idee, einem Produkt oder einem Dienstleistungsangebot begeistert und überzeugt?
- Traue ich mir das zu, also verfüge ich über Fähigkeiten, diesen neuen Weg zu gehen?

So gelingt der Start
Haben Sie eine Idee, aber noch keine Erfahrung mit einem neuen Produkt, dann empfiehlt es sich, gleich ins Tun zu kommen - mit kleinen Mengen, um Erfahrungen zu sammeln:
- Wachsen die neuen Früchte wirklich auf meinem Acker?
- Macht Käsen Freude?
- Wird meine Marmelade gut angenommen?
Innovationen Schritt für Schritt als Parallelsystem einführen
Betriebskonzept ist sinnvoll und notwendig
Rechnet sich die Diversifizierung?
Wirtschaftliche Kennzahlen bei UaB und Direktvermarktung
Kennzahl | Einheit | UaB | DV |
Betriebe | Zahl | 17 | 16 |
Deckungsbeitrag | € | 22 283 | 16 106 |
Einkommensbeitrag (EKB) | € | 9 862 | 10 553 |
Arbeitskraftstunden | € | 1 314 | 746 |
EKB pro Stunde | €/AKh | 7,5 | 14,1 |
Rentabilitätskoeffizient | Faktor | 0,41 | 1,02 |
Wichtig für die Praxis
- Wie hoch ist der Deckungsbeitrag pro Charge oder Arbeitseinheit, also zum Beispiel 100 Gläser Joghurt.
- Welche jährlichen Kosten verursachen Gebäude oder technische Einrichtungen?
- Und ganz wichtig: Wie viel Arbeit stecke ich tatsächlich in diesen Betriebszweig?

Zufriedene Landwirte
Die wichtigsten Diversifizierungszweige
Interessant: fast 1.100 Betriebe boten Gesundheits-, Sozial- oder Bildungsleistungen an, 328 Betriebe erzielten Einkünfte aus Aquakultur.