Mit lk-projekt zu neuen Wegen für unseren Hof
Vor rund zehn Jahren überlegte Herbert Zetner (54) mit dem Nebenerwerbsbetrieb in Auersthal neue Wege einzuschlagen. Er tat es immer nur in Gedanken, bis er Ende 2024 in „Die Landwirtschaft“ über lk-projekt gelesen hat und dachte: „Das ist genau das, was ich brauche.“ Im Frühjahr 2025 gab es das erste Treffen am Betrieb mit Johanna Mostböck und Josef Hainfellner. „Die beiden haben mich aus meiner Komfortzone hinterm Ofen hervorgeholt“, erinnert sich Zetner. „Sie hinterfragen meine Vorhaben jedes Mal so geschickt, dass ich am Ende den Weg immer wieder selbst entdecke, das gefällt mir.“ Der Landwirt hat mittlerweile seinen Angestelltenjob gekündigt, baut neue Ackerfrüchte an, die er veredelt und direkt vermarktet. „Ein bisschen von allem habe ich vor 2025 schon gemacht, aber mit der Beratung von lk-projekt ist mir klar geworden, dass der Anbau neuer Kulturen und die Direktvermarktung mein Ding sind“, so Zetner.
Begonnen hat er mit Ölen aus Leinsaat, Leindotter, Drachenkopf und Sonnenblumen. Kürbiskernöl machen schon andere. Mittlerweile wachsen 20 verschiedene Sonderkulturen auf seinen Äckern und er produziert Mehle, Grieß und Flocken. Die Nachfrage ist groß und neue Bioläden kommen dazu. „Jetzt mache ich nach einem Treffen mit lk-projekt den nächsten Schritt und halte Ausschau nach einer größeren Mühle“, so Zetner. „Immer wenn ich bei lk-projekt wegen einer Frage anrufe, gibt es einen Input für mich.“
Besonders gut bewertet Zetner, dass im Beratungsteam sowohl ein Mann als auch eine Frau ihre Sichtweisen einbringen. „Auch dass beide verschiedenen Generationen angehören, erhöht die Beratungsbreite enorm“, spricht Zetner aus Erfahrung. „Für den Weg, den wir gehen, sind beide wichtig.“ Geschätzt hat Zetner vor allem, wie Johanna die Treffen zusammenfasste. „Selber nimmt man sich nicht die Zeit dafür, weil man in einem Hamsterrad ist“, so der Landwirt. „Josef punktet mit seiner langjährigen Erfahrung.“ Jetzt treffen sich die drei auf Zetners Wunsch einmal im Jahr zum Brainstorming, weil er die Begleitung von lk-projekt als sicheres Geländer für seine Projekte sieht: „Ich kann frei meinen Weg gehen, aber mich im Notfall anhalten.“
lk-projekt: „Wir versprechen nichts, was wir nicht erfüllen können“
Nach dem extremen Dürrejahr suchen viele Marktfruchtbetriebe nach neuen Strategien oder haben welche im Hinterkopf. Doch wie findet man neue Strategien oder wie setzt man sie am besten um? Wo gibt es Hilfe? Hier klinkt sich lk-projekt ein. Wie genau die Innovationsschmiede der LK NÖ helfen kann, das verraten Johanna Mostböck und Josef Hainfellner von lk-projekt.
Wie können Landwirt:innen mit Ihnen Kontakt aufnehmen? Wie geht es danach weiter?
Online oder telefonisch nehmen Landwirt:innen mit uns Kontakt auf und wir vereinbaren mit ihnen ein Erstgespräch. Das findet meist online statt, manchmal auch in der Landwirtschaftskammer. Im Erstgespräch erfahren wir zum Beispiel, ob die Landwirt:innen planen, den Betrieb umzustellen, oder ob sie einen neuen Betriebszweig ins Auge fassen. Dann wissen wir die Richtung, die der Betrieb einschlagen möchte, zum Beispiel, ob er neue Kulturen probieren will oder in die Direktvermarktung einsteigen oder ob er plant, Vogelfutter zu erzeugen. Anschließend erstellen wir mit den Informationen, die wir von den Landwirt:innen erhalten haben, ein Projektangebot mit einem Kostenvoranschlag, der Anzahl und dem Inhalt der voraussichtlichen Treffen, die sich ganz nach dem Bedarf des Betriebes richten.
Wo & wie läuft das erste persönliche Treffen ab, bei dem Sie sogenannte „Zauberfragen“ stellen und „Joker“ einsetzen?
Das erste persönliche Treffen kann am Betrieb, in der BBK oder an einem anderen Ort stattfinden, den wir mit den Landwirt:innen vereinbaren. Manchmal wollen sie für sich abklären, ob das Projekt möglich ist, bevor sie andere Personen am Hof einweihen. Findet dieses Treffen am Betrieb statt, schauen wir uns die Situation vor Ort an, zum Beispiel die Lage der Grundstücke oder ob Umbauten möglich sind. Dabei fragen wir am Ende des Gespräches gezielt und im Detail, was zu Projektende am wichtigsten ist, zum Beispiel ob das Konto wieder im Plus sein soll, ob man wieder mehr als fünf Stunden schlafen möchte oder ob das Produkt jeder in NÖ kennen soll. Das sind Beispiele für unsere „Zauberfragen“, die Landwirt:innen selbst zu ihrem Ziel hinführen, denn wir liefern keine fertigen Lösungen, wir erarbeiten sie gemeinsam mit ihnen. Wir schauen uns an: Wo willst Du hin in welcher Zeit? Auf dem Weg dorthin können sich die Ziele auch ändern. Wir begleiten sie auf Wunsch bis zum Projektende. Nach jedem Treffen vereinbaren wir einen Auftrag für das nächste und gehen einen Schritt weiter, zum Beispiel holen wir Fachleute aus dem großen Pool der LK-Expert:innen dazu, die zum Beispiel klären, ob die gewählte Kürbissorte für die Böden vor Ort geeignet ist. Mit den Expert:innen haben wir zu jedem Thema einen Joker verfügbar.
Beim zweiten persönlichen Treffen gehen Sie mit den Landwirt:innen kreativ auf ihr Projekt ein, wie zum Beispiel mit der Sicht auf ein Kaffeehäferl – was bringt das?
Schaut man in Augenhöhe auf ein Kaffeehäferl, sieht man den Henkel von der einen Seite, von der anderen nicht – aus dieser Position kann man nur vermuten, dass es einen Henkel hat. So ist es auch bei Projekten und allen Veränderungen am Betrieb: Ich sehe nur, was ich auf meiner Seite sehe, und verstehe deshalb die Sichtweise der anderen nicht, das muss ich mir bewusst machen: Das heißt aufstehen und auf die andere Seite gehen. Das ist eine Methode mit wenig Aufwand, aber großer Wirkung. Ein Beispiel dafür ist die Direktvermarktung – ich muss dafür nicht zweimal die Woche am Bauernmarkt stehen, ich kann auch einen Onlineshop und Selbstvermarkterhütten betreiben. Das „Kaffeehäferl“ ist nur ein Beispiel. Welche Kreativtechnik wir einsetzen, stellt sich bei den persönlichen Treffen heraus, weil wir die Methode immer an die Person und an die Situation anpassen. In Absprache mit den Landwirt:innen machen wir immer wieder Zwischenstandschecks und evaluieren gemeinsam, was gut gelungen ist, was weniger. Danach planen wir gemeinsam die weiteren Schritte. Auf jeden Fall versprechen wir nichts, was wir nicht erfüllen können.
Was verlangen Sie vom Betrieb?
Klare Eigentumsverhältnisse: Wir müssen wissen, wer im Mehrfachantrag und im Grundbuch steht. Belastungs- und Veräußerungsverbote können hinderlich sein, wenn es um die Projektumsetzung geht. Der Wille zur Weiterbildung: Er hebt erfolgreiche Betriebe ab. Die Neugier, Neues zu probieren, ist wichtig. Ein „Das haben wir schon immer so gemacht“ hat hier keinen Platz.
Was kostet die Beratung?
Wir verrechnen nur jene Kosten, die tatsächlich anfallen. Der geförderte Stundensatz pro Berater:in für Höfe mit Betriebsnummer beträgt 50 Euro netto.
Wie können Landwirt:innen mit Ihnen Kontakt aufnehmen? Wie geht es danach weiter?
Online oder telefonisch nehmen Landwirt:innen mit uns Kontakt auf und wir vereinbaren mit ihnen ein Erstgespräch. Das findet meist online statt, manchmal auch in der Landwirtschaftskammer. Im Erstgespräch erfahren wir zum Beispiel, ob die Landwirt:innen planen, den Betrieb umzustellen, oder ob sie einen neuen Betriebszweig ins Auge fassen. Dann wissen wir die Richtung, die der Betrieb einschlagen möchte, zum Beispiel, ob er neue Kulturen probieren will oder in die Direktvermarktung einsteigen oder ob er plant, Vogelfutter zu erzeugen. Anschließend erstellen wir mit den Informationen, die wir von den Landwirt:innen erhalten haben, ein Projektangebot mit einem Kostenvoranschlag, der Anzahl und dem Inhalt der voraussichtlichen Treffen, die sich ganz nach dem Bedarf des Betriebes richten.
Wo & wie läuft das erste persönliche Treffen ab, bei dem Sie sogenannte „Zauberfragen“ stellen und „Joker“ einsetzen?
Das erste persönliche Treffen kann am Betrieb, in der BBK oder an einem anderen Ort stattfinden, den wir mit den Landwirt:innen vereinbaren. Manchmal wollen sie für sich abklären, ob das Projekt möglich ist, bevor sie andere Personen am Hof einweihen. Findet dieses Treffen am Betrieb statt, schauen wir uns die Situation vor Ort an, zum Beispiel die Lage der Grundstücke oder ob Umbauten möglich sind. Dabei fragen wir am Ende des Gespräches gezielt und im Detail, was zu Projektende am wichtigsten ist, zum Beispiel ob das Konto wieder im Plus sein soll, ob man wieder mehr als fünf Stunden schlafen möchte oder ob das Produkt jeder in NÖ kennen soll. Das sind Beispiele für unsere „Zauberfragen“, die Landwirt:innen selbst zu ihrem Ziel hinführen, denn wir liefern keine fertigen Lösungen, wir erarbeiten sie gemeinsam mit ihnen. Wir schauen uns an: Wo willst Du hin in welcher Zeit? Auf dem Weg dorthin können sich die Ziele auch ändern. Wir begleiten sie auf Wunsch bis zum Projektende. Nach jedem Treffen vereinbaren wir einen Auftrag für das nächste und gehen einen Schritt weiter, zum Beispiel holen wir Fachleute aus dem großen Pool der LK-Expert:innen dazu, die zum Beispiel klären, ob die gewählte Kürbissorte für die Böden vor Ort geeignet ist. Mit den Expert:innen haben wir zu jedem Thema einen Joker verfügbar.
Beim zweiten persönlichen Treffen gehen Sie mit den Landwirt:innen kreativ auf ihr Projekt ein, wie zum Beispiel mit der Sicht auf ein Kaffeehäferl – was bringt das?
Schaut man in Augenhöhe auf ein Kaffeehäferl, sieht man den Henkel von der einen Seite, von der anderen nicht – aus dieser Position kann man nur vermuten, dass es einen Henkel hat. So ist es auch bei Projekten und allen Veränderungen am Betrieb: Ich sehe nur, was ich auf meiner Seite sehe, und verstehe deshalb die Sichtweise der anderen nicht, das muss ich mir bewusst machen: Das heißt aufstehen und auf die andere Seite gehen. Das ist eine Methode mit wenig Aufwand, aber großer Wirkung. Ein Beispiel dafür ist die Direktvermarktung – ich muss dafür nicht zweimal die Woche am Bauernmarkt stehen, ich kann auch einen Onlineshop und Selbstvermarkterhütten betreiben. Das „Kaffeehäferl“ ist nur ein Beispiel. Welche Kreativtechnik wir einsetzen, stellt sich bei den persönlichen Treffen heraus, weil wir die Methode immer an die Person und an die Situation anpassen. In Absprache mit den Landwirt:innen machen wir immer wieder Zwischenstandschecks und evaluieren gemeinsam, was gut gelungen ist, was weniger. Danach planen wir gemeinsam die weiteren Schritte. Auf jeden Fall versprechen wir nichts, was wir nicht erfüllen können.
Was verlangen Sie vom Betrieb?
Klare Eigentumsverhältnisse: Wir müssen wissen, wer im Mehrfachantrag und im Grundbuch steht. Belastungs- und Veräußerungsverbote können hinderlich sein, wenn es um die Projektumsetzung geht. Der Wille zur Weiterbildung: Er hebt erfolgreiche Betriebe ab. Die Neugier, Neues zu probieren, ist wichtig. Ein „Das haben wir schon immer so gemacht“ hat hier keinen Platz.
Was kostet die Beratung?
Wir verrechnen nur jene Kosten, die tatsächlich anfallen. Der geförderte Stundensatz pro Berater:in für Höfe mit Betriebsnummer beträgt 50 Euro netto.