Synergien Nutzen - Vorteile einer Futter-Mist-Kooperation
Möglichkeiten suchen - Kreisläufe schließen
Vorgestellt werden soll die Betriebskooperation am Betrieb Xaver und Carola Diermayr, wo seit dem Jahr 2012 ca. 100 ha Ackerfläche biologisch bewirtschaftet wird. Da der Betrieb seit der Übernahme und Umstellung viehlos bewirtschaftet wird, hat sich schon am Beginn die Frage nach verfügbarem Wirtschaftsdünger gestellt, um Nährstoffkreisläufe zu schließen und die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten.
Schon im Jahr 2013 wurde nach aktiver Suche durch Xaver Diermayr ein Kooperationsbetrieb für eine Futter‑Mist‑Kooperation gefunden. Aktuell sind es bereits drei Partner, mit denen eine solche Kooperation eingegangen wurde, zwei Biobetriebe bekommen Kleegras und geben Gülle bzw. Mist ab, sowie ein konventioneller Betrieb der Mist für Kleegras abgibt. Weil der Anbau von Kleegras für viehlose Betriebe nicht wirtschaftlich ist, ist der Kleegrasanteil bei Marktfruchtbetrieben oft sehr niedrig. Kleegras ist aber eine tragende Säule in der biologischen Fruchtfolge (Humusaufbau, Unkrautregulierung, Folgefruchtwirkung). Durch die Kleegras-Wirtschaftsdünger-Kooperation macht der Anbau von Kleegras auch für viehlose Betriebe wirtschaftlich Sinn.
Schon im Jahr 2013 wurde nach aktiver Suche durch Xaver Diermayr ein Kooperationsbetrieb für eine Futter‑Mist‑Kooperation gefunden. Aktuell sind es bereits drei Partner, mit denen eine solche Kooperation eingegangen wurde, zwei Biobetriebe bekommen Kleegras und geben Gülle bzw. Mist ab, sowie ein konventioneller Betrieb der Mist für Kleegras abgibt. Weil der Anbau von Kleegras für viehlose Betriebe nicht wirtschaftlich ist, ist der Kleegrasanteil bei Marktfruchtbetrieben oft sehr niedrig. Kleegras ist aber eine tragende Säule in der biologischen Fruchtfolge (Humusaufbau, Unkrautregulierung, Folgefruchtwirkung). Durch die Kleegras-Wirtschaftsdünger-Kooperation macht der Anbau von Kleegras auch für viehlose Betriebe wirtschaftlich Sinn.
Die Vorgehensweise ist folgendermaßen: am Betrieb Diermayr werden jährlich ca. 15 ha Kleegras in Absprache mit den Kooperationspartnern angebaut. Es handelt sich aktuell um die Mischung Bio Futterprofi KR mit Luzerne, wobei Xaver Diermayr großen Wert darauflegt, dass die Luzerne geimpft wird. Die Kooperationspartner übernehmen die Ernte, wobei der Erntezeitpunkt mit dem Betrieb Diermayr abgesprochen wird.
Maximal drei Schnitte werden von den Kleegrasflächen verbracht, die restlichen zwei Schnitte verbleiben am Feld. Der Tausch mit dem Mist erfolgt nach einer Hoftorbilanz, die den Stickstoff als Grundlage der Bewertungsbasis sieht. Heute würde es der Betriebsführer jedoch aber anders machen. Kalium und Phosphor sieht er am Biobetrieb viel eher als begrenzenden Faktor als Stickstoff.
Maximal drei Schnitte werden von den Kleegrasflächen verbracht, die restlichen zwei Schnitte verbleiben am Feld. Der Tausch mit dem Mist erfolgt nach einer Hoftorbilanz, die den Stickstoff als Grundlage der Bewertungsbasis sieht. Heute würde es der Betriebsführer jedoch aber anders machen. Kalium und Phosphor sieht er am Biobetrieb viel eher als begrenzenden Faktor als Stickstoff.
Der Mist wird mit einem Muldenkipper vom abgebenden Betrieb abgeholt und mit einem Miststreuer auf dem Betrieb Diermayr ausgebracht. Gülle wird vor allem im Frühjahr zum Andüngen der Kulturen benötigt. Ein weiterer Vorteil ist die Nähe zu einem Kompostwerk, wo auch Kompost für den Betrieb bezogen wird. Alle Maschinen und Geräte, die für die Kooperation notwendig sind, können ausgeborgt werden, daher wurden keine Neuanschaffungen nötig.
Was sind die Herausforderungen für eine solche Kooperation?
Die Berechnung der Werte für das abgeführte Kleegras und im Gegenzug für den erhaltenen Mist zu ermitteln, war am Beginn eine große Herausforderung. Was frisst die Kuh - was scheidet sie aus? Um die Erntemengen sowie den Mist nicht ständig wiegen zu müssen, hat man sich auf die Umrechnung in m³ geeinigt. Hier war 1,54 m³ Gülle oder 0,8 m³ Mist im Tausch gegen 1 m³ Kleegrassilage das Ergebnis der damaligen Recherche auf Stickstoffbasis - ein Kompromiss auf Basis der Nährstoffverhältnisse, der Futterverwertung und der Humuswirkung.
Besonders wichtig für Xaver Diermayr ist, dass sich keiner der Partner in der Futter‑Mist‑Kooperation übervorteilt sieht: ein gewisses Maß an Pragmatismus und Großzügigkeit auf beiden Seiten ist für das Funktionieren der Kooperation zentral.
Infos zum Nährstoffaustausch im Biolandbau findet man unter Nährstoffaustausch im Ökolandbau
Besonders wichtig für Xaver Diermayr ist, dass sich keiner der Partner in der Futter‑Mist‑Kooperation übervorteilt sieht: ein gewisses Maß an Pragmatismus und Großzügigkeit auf beiden Seiten ist für das Funktionieren der Kooperation zentral.
Infos zum Nährstoffaustausch im Biolandbau findet man unter Nährstoffaustausch im Ökolandbau
Fazit
Eine Futter‑Mist‑Kooperation zwischen Bio- und konventionellem Betrieb ist ein Paradebeispiel für moderne, ressourcenschonende Landwirtschaft. Sie verbindet ökologische Vorteile mit wirtschaftlicher Effizienz und stärkt gleichzeitig die regionale Zusammenarbeit. Solche Kooperationen zeigen, dass biologische und konventionelle Landwirtschaft keine Gegensätze sein müssen - im Gegenteil: Gemeinsam können sie nachhaltige Kreisläufe schaffen, von denen beide Seiten profitieren.