Bio-Hafer-Praxisversuch: Winterhafer und Sommerhafer in Oberösterreich
Bildergalerie
(4 Fotos)
Winterhafer am 04.03.2026 © BWSB/Lang
Winterhafer am 13.05.2026 © BWSB/Lang
Winterhafer am 02.07.2026 © BWSB/Lang
Vegetationskegel des Winterhafers © BWSB/Lang
Fragestellung
Ertragsleistung von Winter- und Sommerhafersorten im biologischen Ackerbau
Standort
| Versuchsstandort: | Aigen-Schlägl |
| Boden: | kalkfreie Felsbraunerde aus feinkörnigem Silikatgestein (Granit oder Gneis) |
| Relief: | flach |
Klimadaten (Anbau bis Ernte) (Quelle: Hagelversicherung)
| Niederschlag: | Sommerhafer: 336 mm; Winterhafer: 745 mm |
| Wärmesumme: | Sommerhafer: 1.266 °C; Winterhafer: 1.158 °C |
Niederschlagssumme je Monat in mm
| Sep. 2025 | Okt. 2025 | Nov. 2025 | Dez. 2025 | Jän. 2026 | Feb. 2026 | Mär. 2026 | Apr. 2026 | Mai. 2026 | Jun. 2026 | Jul. 2026 | Aug. 2026 | ∑ |
| 56 | 105 | 59 | 15 | 45 | 93 | 14 | 19 | 66 | 192 | 59 | 85 | 808 |
Kulturführung
| Saatbettbereitung: | 23.09.2025 – Pflug |
| Aussaat Winterhafer: | 30.09.2025 – kombinierter Anbau |
| Saatbettbereitung: | 27.03.2026 – Grubber |
| Aussaat Sommerhafer: | 13.04.2026 – kombinierter Anbau |
| Hafersorte: | laut Versuchsplan |
| Beikrautregulierung: | 17.04.2026 – Striegel (Winterhafer) |
| 10.05.2026 – Striegel (Winter- und Sommerhafer) | |
| Ernte Winterhafer: | 25.07.2026 |
| Ernte Sommerhafer: | 04.08.2026 |
Versuchsform
Der Praxisversuch wurde als Streifenversuch ohne Wiederholungen angelegt. Die Varianten wurden regionstypisch bewirtschaftet und geerntet. Die Varianten 1 – 4 wurden auf der Vorfrucht Körnererbse gesät. Variante 5 wurde aus Platzgründen auf der Vorfurcht Getreide gesät.
Ergebnis/Interpretation
Der Winterhafer wurde am 30.09.2025 nach einer Pflugbearbeitung kombiniert angebaut. Die Sommerhafersorten wurden am 13.04.2026 nach einer Pflugbearbeitung im Herbst und einer Grubberbearbeitung im Frühjahr angebaut. Durch die mechanische Bekämpfung konnte das Unkraut zurückgehalten werden.
Der Winterhafer startete mit einer ausreichenden Pflanzenanzahl in das Frühjahr und bestockte im Lauf der Vegetation sehr stark. Gegen Ende der Entwicklung zeigte sich beim Winterhafer ein ungleicher Bestand. Die Sommerhafersorten entwickelten sich gleichmäßig. Weiters hatte die Sorte EARL die höchste Bestandsdichte mit 437 Pflanzen/m² und die Sorte ELRON die niedrigste mit 282 Pflanzen/m². Beide Varianten mit BIO–PLATIN hatten ähnliche Bestandsdichten. EAGLE hatte 378 Pflanzen /m² (02.07.2026).
Der durchschnittliche Trockenertrag aller Varianten lag bei 2.867 kg/ha. Den höchsten Ertrag lieferte die Sorte BIO–PLATIN (Variante 1) mit 3.765 kg/ha, gefolgt von ELRON mit 3.128 kg/ha. Die anderen Sorten lieferten Erträge unter dem Standortdurchschnitt.
Der Winterhafer startete mit einer ausreichenden Pflanzenanzahl in das Frühjahr und bestockte im Lauf der Vegetation sehr stark. Gegen Ende der Entwicklung zeigte sich beim Winterhafer ein ungleicher Bestand. Die Sommerhafersorten entwickelten sich gleichmäßig. Weiters hatte die Sorte EARL die höchste Bestandsdichte mit 437 Pflanzen/m² und die Sorte ELRON die niedrigste mit 282 Pflanzen/m². Beide Varianten mit BIO–PLATIN hatten ähnliche Bestandsdichten. EAGLE hatte 378 Pflanzen /m² (02.07.2026).
Der durchschnittliche Trockenertrag aller Varianten lag bei 2.867 kg/ha. Den höchsten Ertrag lieferte die Sorte BIO–PLATIN (Variante 1) mit 3.765 kg/ha, gefolgt von ELRON mit 3.128 kg/ha. Die anderen Sorten lieferten Erträge unter dem Standortdurchschnitt.