Trockenheit setzt Niederösterreichs Wälder deutlich zu!
Vorzeitiger Blattfall bedeutet nicht zwangsläufig Absterben
Laubbäume können auf starken Wassermangel mit frühzeitiger Blattverfärbung und Blattfall reagieren. Bleiben Knospen, Triebe und das Gewebe unter der Rinde am Leben, können die Bäume im kommenden Frühjahr wieder austreiben. Das tatsächliche Ausmaß der Trockenschäden wird sich daher bei vielen Bäumen erst mit dem Austrieb im kommenden Frühjahr zeigen.
Nadelbäume sind differenziert zu beurteilen
Bei immergrünen Nadelbäumen wie Fichte, Tanne oder Kiefer ist eine starke Braunverfärbung und ein Verlust von Nadeln kritischer zu beurteilen. Für das Überleben des Baumes ist entscheidend, wie viel grüne Nadelmasse erhalten bleibt und ob Knospen und Triebe noch leben. Trockenstress verringert zudem die Widerstandsfähigkeit der Bäume gegenüber Schaderregern, wie zum Beispiel Borkenkäfern und Pilzen. Oberste Prämisse sollte daher in nächster Zeit der Forstschutz haben.
Die Lärche, als sommergrüne Nadelbaumart, kann ähnlich den Laubbäumen auf Trockenstress aktiv reagieren und ist somit nicht automatisch mit einem Absterben gleichzusetzen.
Die Lärche, als sommergrüne Nadelbaumart, kann ähnlich den Laubbäumen auf Trockenstress aktiv reagieren und ist somit nicht automatisch mit einem Absterben gleichzusetzen.
Baumzustand nach Trockenstress beurteilen
Das Kronenbild allein lässt nicht immer erkennen, ob ein Baum die Trockenperiode überlebt hat. Gut ausgebildete Knospen sowie biegsame, nicht vollständig vertrocknete Fein- und Seitentriebe geben Hinweise darauf, dass noch lebendes Gewebe vorhanden ist. Grünliches bis helles und frisches Gewebe unter der Rinde spricht für lebendes Gewebe, braunes und trockenes hingegen für bereits abgestorbene Bereiche.
Besonders hohe Ausfälle bei Aufforstungen
Besonders gravierend sind die Ausfälle bei Aufforstungen, da selbst mehrjährig etablierte Kulturen mit den langanhaltenden Trockenperioden nur schlecht umgehen können. Ihre Wurzeln erreichen oftmals noch nicht die länger wasserführenden Bodenschichten und vertrocknen.
Nachbesserung bei geförderten Aufforstungen
Bei bereits geförderten Aufforstungen kann eine Nachbesserung bei Ausfällen von mehr als 30 Prozent erneut gefördert werden. Der entsprechende Ausfall ist durch die zuständige Bezirksforstinspektion zu bestätigen.
Das tatsächliche Ausmaß der Trockenheitsschäden wird sich in vielen Beständen erst in den kommenden Monaten und mit dem Austrieb im Frühjahr zeigen.
Das tatsächliche Ausmaß der Trockenheitsschäden wird sich in vielen Beständen erst in den kommenden Monaten und mit dem Austrieb im Frühjahr zeigen.